CDU erteilt Tourismusabgabe klare Absage

Foto: Edgar Daudistel

Stadt und Region in einer GmbH vermarkten / Gästekarte ins Spiel gebracht

Bingen (dd). „Der Tourismus ist mit ein Schwerpunkt in der Stadt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Feser bei einem Pressegespräch der CDU-Fraktion. Eine GmbH im Tourismusbereich sei sinnvoll, zusammen mit der Stadthalle, die noch eine größere Auslastung vertrage. Für eine Tourismusabgabe sei der Verwaltungsaufwand zu groß und die Einnahmen mit knapp einer viertel Million Euro nicht ausreichend. Rund 1,6 Millionen Euro stehen im Haushalt für den Bereich Tourismus bereit. Zwar müsse die Stadt Vorausleistungen bringen, aber BUZ, Gewerbetreibende und Winzer müssten sich auch einbringen und einen begehbaren Weg aufzeigen. „Ein großes Potential liegt brach“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Stein und der Oberbürgermeister unisono. Es mangele an Betten in der Stadt. Genauso würden Arbeitgeber fehlen, die die Innenstadt belebten. Gab es in vergangener Zeit bis zu 40 Gaststätten die tagsüber geöffnet hatten, so sei es jetzt nur noch eine Handvoll davon. „Und die öffnen nur noch gegen Abend“, so Heinrich Welpe.

Eine klare Absage erteilte Michael Stein der Tourismusabgabe. Warum soll ein Bäcker oder Handwerker an der Tourismusabgabe beteiligt werden. Nur weil ein Tourist in einer Bäckerei in Dromersheim ein Brötchen kaufe?. Das sei der falsche Ansatz. Die Region müsse besser vermarktet werden. Wie? Das sei Aufgabe der neuen Geschäftsführung der GmbH.

Der Tourismus sei ein wirtschaftlicher Faktor in der Region. Dabei müssten die Städte und die vier Weinregionen an einem Strang ziehen. Eine Gästekarte ist das Stichwort, Vergünstigungen für die Besucher bei Eintritt oder ÖPNV.  Mit der Bundesgartenschau werde die Infrastruktur nicht verändert. „Gerade sie sei eine Herausforderung“, so Feser. Blumenschiffe sind keine Nachhaltigkeit und nach der BUGA wieder weg. Auch die Mittel von 50 Millionen Euro für das gesamte Gebiet reichten nicht. „Gerade mal 38 Millionen Euro hat die Landesgartenschau gekostet“, machte der Oberbürgermeister das Verhältnis deutlich.