Grundschule an den Rheinwiesen bleibt erhalten

Die Grundschule in Gaulsheim bleibt erhalten. Foto: privat

CDU trat für Erhalt der Schule ein / SPD sieht Standort gesichert

Gaulsheim (red). Mit aller Kraft trat und tritt die CDU gemeinsam mit Eltern und Bürgern für den Erhalt der Grundschule ein – und das mit Erfolg: Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat die Rheinwiesen-Grundschule von ihrer Streichliste genommen. Die Grundschule einfach so aus der Gemeinde und der Dorfgemeinschaft herauszureißen, das wollten die Bewohner des Binger Stadtteils und ihre zahlreichen Unterstützer nicht zulassen. Mut und Kampfeswille war auch am 27. November 2017 bei der Informationsveranstaltung „Hände weg von der Gaulsheimer Grundschule“, zu der die CDU-Frauen-Union Bingen mit ihrer Vorsitzenden Elisabeth Gräff eingeladen hatte, deutlich spürbar. „Am 14. März 2018 hat der engagierte und vereinte Einsatz nun den gewünschten Erfolg gebracht“, so Elisabeth Gräff.

„Einen herzlichen Glückwunsch sendet die CDU an alle Gaulsheimer. Ihre klare Haltung und die durchgeführten Aktivitäten von der Unterschriftensammlung bis zur Demonstration in Mainz gegen die Schließung der Grundschule waren super“, lobt Stefan Bastiné, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands. 

Auch zeigt sich hier einmal mehr, welche politischen Erfolge die Zusammenarbeit aller Parteien im Stadtrat erzielen kann. Ein großes Lob geht auch an den Oberbürgermeister, Thomas Feser, der sich schon bei der Informationsveranstaltung der Frauen-Union Bingen und auch in einem Schreiben an die Landesregierung sowie in Gesprächen mit der ADD fest hinter die Grundschule in Gaulsheim gestellt hat so Michael Stein, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat.

SPD sieht Standort gesichert

„Wir freuen uns sehr darüber, dass auf Landesebene nun für den Erhalt der Grundschule entschieden wurde“, erklärt der SPD  Fraktionsgeschäftsführer im Stadtrat, Rouven Winter. „Zu verdanken ist dies insbesondere dem tollen Engagement der Bürger vor Ort. Die Argumente für den Erhalt und die besondere Bedeutung für das Ortsleben konnten nicht überhört werden. Wir bedanken uns auch bei unserem Landtagsabgeordneten Michael Hüttner, der immer wieder mit Vehemenz bei den Verantwortlichen im Land vorstellig geworden ist und sich für die Gaulsheimer eingesetzt hat“, so Winter weiter.

„Die Stadt muss jetzt ihre Hausaufgaben machen. Es gibt jetzt keinen Grund mehr längst notwendige Investitionen aufzuschieben. Die Schultoiletten wollten wir schon vor Jahren sanieren. Damals stimmte nur die SPD Fraktion dafür, da von den anderen Fraktionen die Unsicherheit der Zukunft der Grundschule angeführt wurde“, erinnert sich SPD Fraktionsvorsitzender Michael Hüttner. Auch die Debatten um mögliche Nachfolgenutzungen des Schulgebäudes müssen jetzt vom Tisch sein. „Die Grundschule bleibt Grundschule“, so Hüttner.

„Wenn der Schrecken über die mögliche Schließung zumindest für eine einzige Sache gut war, dann dass Gaulsheim jetzt Sicherheit über die Zukunft der Grundschule hat. Eltern können jetzt ihr Kind auf die Schule schicken ohne Angst vor einem baldigen Schulwechsel haben zu müssen. Die Stadt kann jetzt investieren“, so SPD Kreisvorsitzender Salvatore Barbaro.

Landrätin erfreut: Erhalt der Grundschule ist eine tolle Nachricht

Hocherfreut reagierte die Mainz-Binger Landrätin Dorothea Schäfer auf die Mitteilung der ADD,  dass die Grundschule an den Rheinwiesen in Gaulsheim nun doch erhalten bleibt: „Das ist eine tolle Nachricht für alle Kinder, Eltern, Lehrer und den gesamten Stadtteil“, sagte Schäfer, die sich ebenfalls beim Land dafür eingesetzt hatte, die Schule weiter zu betreiben. Das erfolgreiche pädagogische Konzept könne nun weiter verfolgt werden, zum Wohle der Kinder und ihrer individuellen Entwicklung. Freuen könne sich auch die ganze Dorfgemeinschaft, die das wohnortnahe Bildungsangebot von jeher vorbildlich begleitet habe und dies sicherlich auch künftig weiter so handhaben werde. „Der Einsatz aller Beteiligten hat sich gelohnt. Dies ist auch ein gutes Ergebnis für die Gemeinschaft in dem Stadtteil“, sagte die Landrätin abschließend.

In den vergangenen Monaten hing der Beschluss des Landes, die Schule zu schließen, wie ein Damoklesschwert über -Gaulsheim. Die Schule sei zu klein, die Kinder würden besser im Nachbarstadtteil Kempten untergebracht, so die Begründung des Landes. Wie im Laufe des Verfahrens festgestellt worden sei, gebe es dort aber keine ausreichenden Aufnahmekapazitäten, begründete die ADD jetzt ihre Planänderung.