Summer-Opening in den Gärten

Für die musikalische Unterhaltung beim Summer-Opening war der Posaunenchor zuständig. Foto: E. Daudistel

Die Theatergruppe „Extra-trocken“ führte zurück in die Zeit der Neandertaler. Foto: E. Daudistel

Bei einem kühlen Glas Wein dem Posaunenchor lauschen

Horrweiler (dd). Das Musikstück, mit dem im vergangen Jahr der Posaunenchor das Summer-Opening beendete, war in diesem Jahr das Auftaktlied. Mit dem Steigermarsch spielten die Frauen und Männer sich wieder in die Herzen der Zuhörer. Was kann es Schöneres geben als an einem lauen Frühsommermittag in den grünen Gärten zu sitzen, bei Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Glas köstlichen Weins den Darbietungen des Posaunenchors unter der Leitung von Holger Metzler zu lauschen. Passend zu dem sonnigen Nachmittag startete der Posaunenchor einen Rundflug in den blau-weißen Himmel mit der Musik aus dem Film „Air Force One“. Gioachino Rossinis „Wilhelm Tell“, verlangte den Spielern erhebliche Fingerfertigkeit ab. Brandender Applaus belohnte die lange Probezeit. Bei der sanften Titelmelodie „North and South“, aus dem Bürgerkriegs-Epos „Fackeln im Sturm“ wurden Erinnerungen an den Fernseh-Dauerbrenner aus den 80er Jahren wieder wach. So manche älteren Menschen schlossen die Augen und träumten von vergangenen Zeiten. Gleich weitergeträumt wurde bei „La vita é bella“, der Musik aus dem Film „Das Leben ist schön“.

Einen Werbeblock blendete Anna-Lina Groß-Didion, die neben Eckhard Gaul und Eric Kalbhenn durch das einstündige Programm führte, ein, als sie Werbung für den Posaunenchor machte: „Der Posaunenchor ist facettenreich, witzig, traditionsbewusst und weltgewandt.“ Damit hatte sie alle Adjektive erwähnt, die den Chor auszeichnen. Er sei ein Chor für das ganze Jahr. „Ehe wir hier beschwingt in den Sommer rutschen, wurde der Mai schon begrüßt, am Lichterfest gerockt oder an Fastnacht Stimmung in den Saal gebracht.“ Natürlich würden auch die Gottesdienste musikalisch umrahmt und an den Martinsumzügen sei der Chor mit dabei. Wer nun Lust verspüre, sein Instrument wieder auszupacken oder eins zu erlernen, ist gerne zu den montags stattfindenden Proben eingeladen.

Der Frage „War es die Nachtigall oder doch die Lerche?“ wurde bei der der Melodie „Le Rois Du Monde“ aus dem Musical „Herrscher der Welt“, bei der Romeo und Julia durch Verona trollen, nicht nachgegangen. Versetzt nach New York fühlten sich die Gäste an dem sonnigen Nachmittag, als der Posaunenchor „May Way“ intonierte. Damit zeigten auch zugleich die Musiker, dass sie mit ihren Musikstücken auf dem richtigen Weg sind.

Geräuschvoller begann das Summer-Opening, als die Theatergruppe „Extra-trocken“ in ein fiktives Dorf aus der Neandertalerzeit führte. Da lebten die Menschen noch in Höhlen, die Tagesordnung für eine Gemeinderatssitzung war in Stein gemeißelt. Auch hier wurde mit einem kurzen Auftritt Werbung gemacht. Denn es werden noch Laienschauspieler gesucht, die bereit sind, eine Zeitreise von 50.000 Jahren aufzuarbeiten. Proben sind donnerstags im Dorfgemeinschaftshaus.