100 Tage Landrätin im Kreis

Auf abwechslungsreiche 100 Tage blickt Landrätin Dorothea Schäfer (CDU) zurück. Foto: privat

Dorothea Schäfer zieht positive Bilanz

Mainz-Bingen (dd). Eine Bilanz ihrer ersten hundert Tage im Amt als Landrätin zog Dorothea Schäfer. Im Juni hatte die Christdemokratin die Stichwahl gegen den Sozialdemokraten Salvatore Barbaro klar gewonnen. Nach 25 Jahren SPD-Regierung im Kreis mit Landrat Claus Schick sitzt seit September die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete auf dem Chefsessel. „Die vielseitige Aufgabe macht das Amt interessant“, lächelt die Gau-Bischofsheimerin. Dabei kommt ihr zugute, dass sie aus der Zeit als Beigeordnete schon Erfahrung und Kenntnisse mitbrachte.

An oberster Stelle standen Gespräche mit ihren Mitarbeitern, um deren Nöte und Sorgen zu erfahren. „Die Verwaltung ist gut aufgestellt“, so ihr Fazit. Die rund 60 Mitarbeiter im Kreuzhof in Nieder-Olm sollen so schnell als möglich wieder nach Ingelheim zurückgeholt werden. Büroräume sind hier aber Mangelware. Immer mehr Aufgaben würden vom Land auf den Kreis verlagert. „Wir sind auf der Suche nach einer Immobilie oder Grundstück für ein neues Gebäude“, so Schäfer. Eine weite Aufstockung des bestehenden Rundbaues mache nur wenig Sinn.

Wichtig für die Landrätin ist eine gute Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern der Gemeinden, aber auch mit den Nachbarkreisen und den Nachbarkommunen. Ein gutes Verhältnis über Parteigrenzen hinweg sei ihr wichtig. „Ich will durch Kooperation über Grenzen hinweg das Beste für die Menschen in den Kommunen erreichen“, so Schäfer. Dabei hat sie die Rheinquerung fest im Blick. 100.000 Euro hat der Kreis für eine Machbarkeitsstudie zum Neubau einer Brücke im Haushalt eingestellt. Sie weiß aber auch, dass „die Fähre noch lange fährt, bis die Brücke steht“.

Das Thema Schulen beschäftigt die dreifache Mutter ganz besonders. Die Schulen seien in einem guten baulichen Zustand, aber die Schulentwicklungsplanung liegt ihr sehr am Herzen. „Diese Aufgabe werden wir zukünftig im Kreis selbst vornehmen. Eine entsprechend Stelle ist ausgeschrieben“, informierte die Landrätin die Pressevertreter bei der Vorstellung der 100-Tage-Bilanz.

Günstigen Wohnraum in den Kommunen zu schaffen habe in der Verwaltung oberste Priorität. Neu aufgestellt werden müsse die Bauabteilung. Eine Aufstockung des Personals sei erforderlich, um die vielen Aufgaben und Anforderungen im Zuzugsgebiet Mainz-Bingen zu bewältigen. Oben auf der Agenda der Landrätin steht die Bewältigung der Verkehrssituation im Kreis. Fehlende Verbindungen über den Rhein belasteten die Menschen genauso wie der tägliche Verkehrskollaps im Süden des Kreises. Aber auch der ÖPNV und die Schülerbeförderung sind weitere Themen auf der Agenda. Hier hat sie insbesondere eine bessere Anbindung der kleineren Gemeinde im Auge.

Hoffnung hat Dorothea Schäfer, dass die Bundesgartenschau 2031 in der Region stattfindet und damit der nördliche Teil des Kreises gestärkt wird. Aber auch auf die Partnerschaften zum Landkreis Neisse in Polen und die italienische Provinz Verona sollen gestärkt werden.

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