Landrätin Dorothea Schäfer ist ein Jahr im Amt

Seit einem Jahr ist Dorothea Schäfer als Landrätin im Amt. Foto: Kreisverwaltung

Brücke über den Rhein und Wirtschaftsförderung stehen auf der Agenda

Region (dd). Seit gute einem Jahr ist Landrätin Dorothea Schäfer im Amt. Grund genug für die Kreischefin einmal zurückzuschauen. Wichtig war es ihr, gleich zu Beginn ihres Amtsantritts die Menschen bei Entscheidungen mitzunehmen. „Das gilt für die Mitarbeiter genauso wie für die Bürger im Landkreis. Wenn es einen Spielraum gibt, wird ihnen geholfen“, so die Landrätin. Einen besonderen großen Schwerpunkt legt sie auf den Personalbereich in ihrer Verwaltung. Dabei liegt ihr Augenmerk im Bereich Bauen und Gebäudemanagement. Hier wurde die Mitarbeiterzahl erhöht, damit Bauanträge schneller bearbeitet werden. Richtig sie die Entscheidung gewesen, das Reinigungspersonal beim Kreis zu belassen: „Sie sind Teil der Verwaltung und sehen es als ihr Gebäude an.“ Im Bereich der Wirtschaftsförderung gäbe es noch eine Lücke, die doch bald geschlossen würde. Es gelte die Wirtschaftsförderung zu stärken. Dazu führt die Landrätin Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, der IHK und schaut auch in die Nachbarkreise. Ein wichtiger Punkt ist für Dorothea Schäfer die Zusammenarbeit auf Rheinhessenebene: „Es gibt viele Themen, die können wir nur gemeinsam gut voranbringen.“ So hat der Kreis kürzlich beschlossen, die Rheinhessen Standort Marketing-Gesellschaft zu gründen, die sich an der Frankfurt Rhein-Main Gesellschaft beteiligt. Da sei mit ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Wirtschaftsförderung, die um zwei Stellen aufgestockt werden soll.

Eine Verbindung über den Rhein steht bei der Landrätin ganz oben auf der Agenda: „Für die Brücke gibt es einen klaren Kreistagsbeschluss für eine Machbarkeitsstudie. Das Land ist am Zug und muss nun durchstarten.“ Dazu gab es mehrere Gespräche mit dem Landrat des Kreises auf hessischer Seite und mit Staatssekretär Andy Becht. Zuletzt mit dem Vertreter des Ministeriums bei der Einweihung des Bahnhofes Gensingen-Horrweiler. Aber auch sind Verkehrswege notwendige, damit die Menschen  in der Region reibungslos von A nach B kommen. „Der ÖPNV, auch in entlegene Gegenden des Kreises, muss ausgebaut werden“, sagte Schäfer.

Froh ist die Landrätin, dass die Schulentwicklung nun direkt in der Verwaltung geplant wird. Seit 1. Oktober ist mit Jan Christmann ein Fachmann im Kreishaus mit an Bord. Vorliegende Elternwünsche aus den Kommunen werden in die Arbeit mit einbezogen und auf ihre Machbarkeit hin überprüft: „Erste aussagekräftige Ergebnisse erwarten wir für das kommende Frühjahr.“

Weiteres wichtiges Thema im ersten Amtsjahr war für Dorothea Schäfer die Wohnungsbauanalyse. Die Studie samt Handlungsempfehlung soll bis Jahresende fertig sein. Der Breitbandausbau soll bis 2021 abgeschlossen sein. Glasfaser wird bis ins Haus verlegt. Danach werde der gesamt Landkreis über eine Geschwindigkeit von mindestens 30 M/bit verfügen. Die jahrelang angedacht Erweiterung des Verwaltungsbaues ist nun auf dem Weg. Auf dem ehemaligen Subaru-Gelände in der Konrad-Adenauer-Straße entsteht bis 2021 ein Neubau mit Tiefgarage und Parkflächen. Dreihundert Mitarbeiter werden dort dann beschäftigt sein. Umziehen werden dann auch die Mitarbeiter aus dem Kreuzhof in Nieder-Olm.

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