Start in die Umsetzungsphase

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Verbandsgemeinde macht sich fit für die Zukunft

VG Rhein-Nahe (dd). Wie können die Gemeinden in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe in Zukunft Leben und Überleben? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Bürger. Dass es in der Region von Bacharach bis Münster-Sarmsheim, die touristisch reizvoll ist, aber auch viele Probleme gibt, ist bekannt. Mit dem „Kommunalen Entwicklungsmanagement“ will man sich fit für die Zukunft machen. Vor einem guten halben Jahr fiel der Startschuss mit der Auftaktveranstaltung. Die Halle in Trechtingshausen war voll besetzt. „Wir wollen die Bürger mitnehmen“, sagte damals und auch jetzt Bürgermeister Karl Thorn. Nicht ganz so viele hatten den Weg zur Konsensveranstaltung gefunden. Vielleicht lag es ja auch den hochsommerlichen Temperaturen. Karl Thorn ist sich sicher, dass „wir auf dem besten Weg sind“. Die Stimmung der Anwesenden, die Gemeinden umzugestalten, ist ungebrochen.

In zwei Workshops wurden Projekte erarbeitet, die nun von den Projektbegleiterinnen vom Büro „entra“, Sandra Heckenberger und Isabelle Schmidtholz, vorgestellt wurden. Kurz skizzierten sie die Handlungsfelder, Wirtschaft und Energie, Tourismus, Lebensqualität für alle Generationen und das Ehrenamt. Aus zahlreichen Ideen sind daraus elf konkrete Projekte entstanden. „Einige können kurzfristig umgesetzt werden“, so der Bürgermeister. Dagegen sind andere Projekte langfristig angelegt. Was ohne entsprechende finanzielle Mittel nur schwer möglich ist. Bekanntlich ist die Verbandsgemeinde nicht mit Geld gesegnet. Fördermöglichkeiten des Landes gelte es auszuschöpfen. Allein das auf drei Jahre angelegte Entwicklungsmanagement kostet Geld. Da greift das Land Rheinland-Pfalz unter die Arme. 216.000 Euro steuert es zum Anschub bei. 54.000 Euro bringt die VG auf. „Nur wenn alle begeistert sind und mitmachen, werden wir unser ambitioniertes Ziel erreichen“, so der Bürgermeister.

Kurzfristig umzusetzen sei der „Profilierungswettbewerb Tourismus“. Konzepte für Aktivurlaub, die Vermarktung des Rheins sowie effektives Tourismusmarketing stehen auf der Agenda. Ideen, um finanzielle Anreize für die Bürger zu schaffen, stehen auf dem Papier. Vergünstigungen bei Freizeiteinrichtungen und Angebote für eine Zuzugsprämie soll die „Zufriedenheit der hier lebenden Menschen gesteigert und neue Nachbarn gewonnen werden“. Oft seien es Kleinigkeiten, dass sich Menschen an einem Ort besonders wohl fühlten. Das könnte ein Blumenschmuck sein oder besonders ansprechend gestaltete öffentliche Räume. Dies sei ohne großen finanziellen Aufwand kurzfristig umsetzbar. Mit einem Ehrenamtstag solle das Ehrenamt auf eine breite Basis gestellt werden. „Das Ehrenamt muss wertgeschätzt werden. Nur gemeinsam sind wir stark“, warb Ursula Harnecker von den Malteser in Weiler für mehr Vernetzung und Zusammenarbeit. Schwierig erweise es sich, die Jugend mit ins Boot zu holen.

Eher mittelfristig angelegt sind die Projekte Zukunfts- und Qualitätsoffensive und die Hotelentwicklung. Da komme die Bundesgartenschau 2031 gerade zur rechten Zeit. „Landes- und Bundesgartenschauen haben sich immer als nachhaltig erwiesen“, sagt Jörg Berres. Die verbleibende Zeit solle genutzt werden die Betriebe vorzubereiten. Ein erneuerbares Energiekonzept ist genauswenig kurzfristig zu verwirklichen wie eine Strategie zur Gewerbeentwicklung oder ein Mobilitätskonzept. Hauptamtliche und Ehrenamtliche bei den Projekten sind ein guter Mix. Wichtig sei, bald erste Ergebnisse präsentieren zu können. Aber, wo die Projekte aufschlagen werden, da hält sich der Bürgermeister bedeckt: „Ich habe schon Vorstellungen und habe auch erkannt, wo der Schuh drückt.“

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