Straße nach Partnergemeinde benannt

Bürgermeister Walter Nirschl enthüllt das Straßenschild im Beisein der Feuerwehrmänner aus Bischofsmais, Stadtbürgermeister Dieter Faust (5.v.l.) und dem Initiator der Partnerschaft, Heiner Hermann (m.). Foto: E. Daudistel

Wohnen am Westerberg in Bischofsmaiser Straße / Abordnung gratuliert Heiner Hermann

Gau-Algesheim (dd). Gerne wird in Gau-Algesheim gefeiert. Wurde doch gerade erst vor einigen Wochen „Wohnen am Westerberg“ eingeweiht, so jetzt die Bischofsmaiser Straße, die durch die neue Wohnanlage führt, ihrer Bestimmung übergeben. Der Grund, warum nicht beides zusammen gefeiert wurde, ist aber ganz simpel. Eine Abordnung aus der Partnerstadt, mit ihrem Bürgermeister Walter Nirschl an der Spitze und einigen Feuerwehrmännern, wollte dem Initiator der Beziehungen, Heiner Hermann, zum 80. Geburtstag gratulieren. Vor über vierzig Jahren suchte der Jubilar für seine Familie mit Kindern eine preisgünstige Ferienunterkunft. Der Weg führte ihn in den Bayerischen Wald, in die Nähe von Bischofsmais. „Gerade mal sieben Mark hat die Übernachtung mit einem guten Frühstück damals gekostet“, erzählt Stadtbürgermeister Dieter Faust. Damit begann eine bis noch heute anhaltende Freundschaft zwischen den Wehren, die dann vor einigen Jahren auf kommunale Beine gestellt wurde.

Zehn Bürger aus Bischofsmais machten sich mit einem Bus auf den 448 Kilometer langen Weg an den Rhein. „Bis um neun Uhr war die Welt noch in Ordnung“, entschuldigte sich Faust, dass die Gäste zum offiziellen Beginn der Feierlichkeiten noch nicht eingetroffen waren. Ein Verkehrsunfall zwischen Ingelheim und Heidesheim mit einem langen Stau verzögert die Ankunft. Nicht umso minder herzliche wurden die bayerischen Gäste begrüßt. „Echte Freunde stehen zusammen und das ein Leben lang“, sangen die Gulaschsänger.

Dem wollten die Gäste musikalisch nicht nachstehen. Der Gewinner des Wanderpreises der Jugend mit seiner steirischen Harmonika und der Bürgermeister mit der Gitarre sorgten für die richtige Stimmung. Stolz erzählte Walter Nirschl, dass bei den Volksmusiktagen in Zwiesel beide Zwieseler Finken nach Bischofmais flogen. Nämlich der Jugendfink und der Wanderpreis für die Erwachsenen. „Das hat es in der 80-jährigen Geschichte der Traditionsveranstaltung noch nicht gegeben.“ Stolz sei er, dass in Gau-Algesheim eine Straße nun den Namen von Bischofsmais trage. Gerade erst vor ein paar Tagen habe auch der Gemeinderat beschlossen, auch in dem bayerischen Ort eine Straße nach Gau-Algesheim zu benennen.

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