Binger Messe
vom 29. April bis 1. Mai

Beim Neujahrsempfang ins Fotoalbum geschaut

700 Gäste konnte OB Thomas Feser beim Neujahrsempfang begrüßen. Foto: E. Dudistel

700 Gäste gaben sich ein Stelldichein / „Papa Rhein“ heißt das neue Hotel

Bingen (dd). Es ist jedes Jahr das gleiche Procedere. Die Menschen strömen ins Kongress-Zentrum zum Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters. Hände werden geschüttelt, auf ein neues Jahr angestoßen. Oberbürgermeister Thomas Feser blickt auf das vergangene Jahr zurück und auf Höhepunkte im noch neuen Jahr nach vorn. Artig wird applaudiert, Erinnerungen werden geweckt: „Ach, das war ja im vergangen Jahr auch noch“, sagte so Mancher zu seinem Nachbar. Gelacht wurde auch, besonders als der Stadtchef den Namen des neuen Hotels am Rhein bekanntgab: „Papa Rhein“.

Mit „Prost Neujahr“ begrüßte Feser im Rheintal-Kongress-Zentrum rund 700 Gäste. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Lehre, Kirche, Vereinen und Verbänden sowie die Ehrenbürger. Das „Binger Fotoalbum“ startete Feser mit einer negativen Nachricht, der angekündigten Schließung der Grundschule in Gaulsheim. Er setze darauf, dass man sich in Mainz nicht den Binger Argumenten verschließe und in Gaulsheim bald die Zukunft gefeiert werde. Gründe zum Feiern gab’s im vergangen Jahr genug: 20 Jahre Literaturschiff, 40 Jahre Fußgängerzone, 40 Jahre Rhein in Flammen, 50 Jahre Freundschaftskreis Venarey-les-Laumes, 120 Jahre TH Bingen, 125 Jahre Feuerwehr in Kempten und Gaulsheim. Viele Millionen Euro wurden investiert. Die aber ohne Zuschüsse von Land und Bund nicht möglich gewesen wären. Mit dem Ententeich habe Büdesheim eine grünen Ortskern zurückerhalten und mit der Sanierung des alten Rathauses samt Vorplatz schlage hier wieder das Herz des Stadtteils. Die integrative Kindertagesstätte wurde in Betrieb genommen, der Löhrturm aus der „maroden Bebauung herausgeschält“ Feser zeichnete ein düsteres Bild vom Rhein-Nahe-Eck, das kein attraktiver Stadteingang sei. Es biete sich die Chance, den Bereich von der Nahbrücke bis zum Starkenburger Hof neu zu ordnen. „Ich werde nicht müde, für dieses Projekt zu werben“, so das Credo des Stadtoberhaupts.

Weitere Seiten im Fotoalbum wurden mit dem Heute aufgeschlagen. Der Ausbau der Rochusstraße, Rochusallee und Mariahilfstraße habe die Geduld der Anwohner gefordert. Die Hitchinstraße bis zur Altdeutsche werde bis Februar fertiggestellt sein. Die ganze Maßnahme gehe im Oktober ihrem Ende entgegen. Was sonst noch geschah: Die Straßenbeleuchtung ist nun in städtischer Regie, die Rochuswegbrücke ist wieder befahrbar, Kempten erhielt Duschen und Umkleiden am Sportplatz, Bingen ist weiterhin Fairtrade-Stadt, das Grüne Klassenzimmer wurde saniert, Kreuzbachklamm und Morgenbachtal sind nach Unwetterschäden wieder zugänglich und der Winzerknabe ist wieder an seinen Platz zurückgekehrt. Ein Höhepunkt im kulturellen Leben sei zweifelsohne die Skulpturenausstellung „Nah und Fern“ der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung gewesen. „Sie verzeichnete einen Besucherrekord. Das positive Image der Stadt als Kulturstadt hat wieder gewonnen“, freute sich Feser. Mehrere Großprojekte stehen auf der Agenda im neuen Jahr: Familienzentrum und Stadteilzentrum in Bingerbrück, Neubau der Stadtbibliothek und das Kulturquartier, Sanierung der Grundschule am Entenbach und das Modellprojekt „Elektrobus“. Thomas Feser lobte das große Engagement der vielen Ehrenamtler: „Sie machen unsere Stadt lebenswert.“ Er blickte zurück auf die Landesgartenschau, die mit Investitionen von 32 Millionen Euro für „eine neue Dynamik in Wirtschaft und Tourismus“ sorgten. Das zehnjährige Jubiläum werde in diesem Jahr gefeiert, die Parkanlagen werden aufblühen und das Lichterspektakel „Binger herzlichT“ im Oktober die Geburtsfeierlichkeiten beschließen. Die Binger haben in ihren Fotoalben gekramt. Heraus kam eine Fotoausstellung der „Vor-LGS-Zeiten“. Sie ist noch bis nach Fastnacht im Heilig-Geist-Hospital zu sehen.

Zum musikalischen Gelingen des Abends trugen die „Teacher Jazz Factory“, unter Leitung von Dietmar Göring, der Projektchor „Chorwurm“ und Claudia Beck bei, die mit der Gartenschau-Hymne „Bingen – du Garten der Träume“ den künstlerischen Bogen zur LGS spannte. Erinnerungen an die vergangen Zeit der LGS  tauschten Thomas Feser und AZ-Redaktionsleiter Thomas Haag aus. 185 Tage hatte er in der Gartenstadt sein Büro aufgeschlagen, lebte „mittendrin“. Durch die Landesgartenschau habe sich die Stadt positiv entwickelt, Stolz und Freunde habe man in der Stadt gespürt: „Die Entwicklung hat der Stadt gut getan“, zog er ein positives Fazit.

Spontan und außerhalb des Protokolls sangen zum Ende des offiziellen Teils Menna Mulugeta und der „Chorwurm“ noch den „Bingen Song“ und machten den Neujahrsemfang zu eine ersten Höhepunkt im neuen Jahr.

Foto: E. Daudistel

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