Bingen bleibt Fairtrade-Stadt

Sie alle stehen stellvertretend für die Fairtrade-Stadt Bingen. Foto: Stadt Bingen

Titel ist für weitere zwei Jahre sicher

Bingen (red). Die Stadt Bingen erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2014 durch TransFair verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus. Oberbürgermeister Thomas Feser freut sich über die weitere Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Bingen. Lokale Akteure aus kirchlichen Trägern, schulischen Einrichtungen, Politik und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Bingen dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Vor rund vier Jahren erhielt die Stadt Bingen vom gemeinnützigen Verein TransFair. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich die fünf folgenden Kriterien erfüllen musste: Grundsatzbeschluss des Stadtrates, Bildung einer Steuerungsgruppe, Angebot und Ausschank von Produkten aus fairem Handel in Einzelhandel & Gastronomie, Einbeziehung öffentlicher Einrichtungen sowie die Berichterstattung durch die örtlichen Medien.

Dass im Büro des Oberbürgermeisters fair gehandelter Kaffee getrunken wird, ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso die Handhabung der anderen Punkte. Auch werden in Geschäften und gastronomischen Betrieben Produkte aus fairem Handel angeboten. Die Steuerungsgruppe, bestehend aus Weltladen Bingen, Kolpingfamilie Büdesheim, Evangelische Johanneskirchengemeinde, Christuskirchengemeinde Bingen-Büdesheim, Werbegemeinschaft Bingen, KiKuBi, Hildegardisschule Gymnasium, Berufsbildende Schule, Stefan-George-Gymnasium, Volkshochschule und Technische Hochschule, koordiniert unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Feser alle Aktivitäten.

„Auch im KiKuBi-Programmkino gibt es seit Jahren ausschließlich fair gehandelten Tee, Kekse und Süßigkeiten aus dem Weltladen“, konnte Sabine Wegner vom Förderverein KiKuBi berichten. Gabriele Niebergall, zuständig für die Beschaffung bei der Stadt, berichtete dabei über die durchgeführte Anschaffung von Dienstkleidung aus fairen Handel. Die Fairtrade-Stadt Bingen präsentiert sich jährlich auch mit auf der Messe „Faire Welten“, die im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz stattfindet.

„Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, sagte Oberbürgermeister Feser bei der offiziellen Übergabe der Urkunde. „Ein großer Erfolg war auch die Musicalaufführung zum Thema Fairer Handel vergangenen Jahres für die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen des Stefan-George-Gymnasiums und der Hildegardisschule. Im Ziel hat die Hildegardisschule Bingen auch die Auszeichnung als Fairtrade-Schule“, so Josef Kaluza von der Hildegardisschule.

Grund zur Freude gibt es auch in Büdesheim. „In der Evangelischen Christusgemeinde Büdesheim hat sich eine neue Initiativ-Gruppe zu Fairtrade mit neuem Schwung und neuen Ideen gegründet“, freut sich Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer. Auch über die weiteren Perspektiven, Aktivitäten und Maßnahmen im Rahmen der Fairtrade Stadt Bingen kam man zu sprechen. So wird beispielsweise geplant, die Vernetzung besser zu koordinieren und sich verstärkt zu präsentieren.

Der Termin wurde ebenfalls zum Anlass genommen, um die Verantwortlichkeit zum Fairen Handel an Wiebke Fleischmann von der Umweltabteilung der Stadt Bingen zu übergeben. Sie hat dieses Amt von Michael Kloos übernommen, bei dem seit Anbeginn der Planungen die Fäden zusammenliefen.

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