Bingen swingt entwickelt sich zur Marke

Münchner Jazzrausch Bigband am Freitag, 22. Juni, am rhein-Nahe-Ecke. Foto: Veranstalter

Gitarren stehen im Mittelpunkt / Public viewing auf dem Speisemarkt

Bingen (dd). Bingen swingt. Das sind 34 Bands an drei Tagen auf acht Bühnen. So langsam wird das Jazzfestival am Rhein-Nahe-Eck, vom 22. bis 24. Juni, erwachsen. „Wir kommen so langsam in der Jazzliga an. Wir werden mittlerweile über die Grenzen hinweg wahrgenommen“, freut sich Festivalleiterin Patricia Neher. In seiner 23. Auflage stehen die Gitarren im Mittelpunkt. „Guitas Vibes“ heißt das Motto. „Sie kommen mal groovig-funkig daher, mal konzertant und feinfühlig, mal als wuchtige Großformation, mal als filigranes Duo. Die unglaubliche Vielfalt der „vibes“ ist für Kenner und Connaisseur ein musikalisches Fest“, so Neher.

Als eine Marke bezeichnete Kulturstaatssekretär Salvator Barbaro das Jazzfestival: „Es hat eine überregionale Bedeutung bekommen. Die Musiker werben damit. Nennen Bingen in einem Atemzug mit München und Hamburg.“ Lieb und teuer sei die Veranstaltung dem Land Rheinland-Pfalz, die im Rahmen des Kultursommers mit 34.500 Euro unterstützt wird. Von den 200 Veranstaltungen im Kalender des Kultursommers sei Bingen das viertgrößte Projekt. Oberbürgermeister Thomas Feser hofft: „Hoffentlich spielt das Wetter mit.“

Vielfältig ist das Programm an den drei Tagen, das in der künstlerischen Leitung von Christina Böhnke-Geisse liegt. Unterschiedlich wie die Stilrichtungen sind auch die Generationen der Künstler. Als moderner Mainstream-Musiker gehört der 93-jährige Emil Mangelsdorff zu den profiliertesten Solisten und Komponisten des deutschen Jazz. Dagegen ist die 20-jährige Frontfrau Kinga Glyk aus Polen eine der größten Jazz-Sensationen und europaweit in den sozialen Netzwerken unterwegs. „Viele Frauen treten in der männerlastigen Jazzwelt in Bingen auf“, sagt Neher.

Topact ist die „Jazzkantine“ am Samstagabend auf der Bühne auf dem Bürgermeister-Neff-Platz. Sie begeben sich auf eine Zeitreise zu den Anfängen in den ‚eighties‘, mischen Beats und Scratches in die Samples und lassen die Old-School-Klassiker in einer humorvollen Jam Session aus Jazz, Funk und Rap in neuem Licht erscheinen. Die Jazzrausch Bigband habe im letzten Jahr im Nu eine große Fangemeinde gefunden. Auf vielfachen Wunsch wird die 16-köpfige Formation am Festival-Freitag ihren Fans wieder ordentlich einheizen. Erstaunlich sei es gewesen, dass diese Formation, die eigentlich die Jugend für den Jazz begeistern sollte auch viele Menschen im fortgeschrittenen Alter angelockt habe. „Es war die Party des Jahrhunderts am Rhein-Nahe-Eck“, erinnerte sich Patricia Neher.

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