Dietersheimer Grundschüler siegen bei Waldjugendspielen

Bei Georg Adam (rechts) wussten die Grundschüler von der Burg Klopp Nahrung, Spuren und Trophäen von Waldtieren zuzuordnen. Foto:anma

Wissen um den Wald und Geschick beweisen / zweiter Tag nicht mehr gewünscht

Bingen/Rhein-Nahe (anma). Zum zweiten Mal fanden die Waldjugendspiele ausschließlich für die dritten Klassen statt. Insgesamt 22 von ihnen hatten sich angemeldet. Rund 450 Mädels und Jungs von Schulen zwischen Ingelheim und Stromberg streiften in der vergangenen Woche rund ums Jägerhaus durch den Binger Wald, um an jeweils zehn Stationen ihr Wissen und ihr Geschick zu beweisen. Am Ende lagen zwei Dietersheimer Klassen vorne: die 3a gewann mit 837 Punkten vor der 3b (828). Mit 825 Punkten landete die 3a der Ingelheimer Theodor-Heuss-Grundschule auf Platz drei.

Lange stand nicht fest, ob die Spiele in diesem Jahr überhaupt stattfinden können. Die Witterung des vergangenen Jahres und der Borkenkäferbefall hatten, wie in vielen anderen Regionen, auch dem Binger Wald sehr zu schaffen gemacht. Revierförster Georg Kiefer bedankte sich ausdrücklich bei allen Helfern, die die Spiele trotz der Kalamitäten gemeinsam stemmten. Walderholungsverband Rhein-Nahe, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Mitarbeiter des Ministeriums, viele Förster aus dem Bereich des Forstamtes Boppard und benachbarter Reviere, dazu allein vier aktuelle und frühere Forstamtsleiter plus viele freiwillige ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Kiefer kam in seinem Dienstbezirk dabei einmal mehr die Organisation und Koordination zu. Wie in den Vorjahren wurden die Spiele von der Sparkasse Rhein-Nahe finanziell unterstützt.

Kiefer und seine Mitstreiter bedauerten, dass der zweite Tag, der bis zum Frühsommer 2017 den Schülern der siebten Klassen vorbehalten war, offensichtlich nicht mehr gewünscht wird. Vermutet wurde, dass das Thema Wald nicht mehr in den Lehrplänen vorkomme, deshalb kein Interesse mehr bestehe. Bedauerlich, denn das Beschäftigen mit der Natur sei notwendiger denn je, da die Unkenntnis um Zusammenhänge und Bedeutung des Waldes stark zunehme. Alles rund um Bäume, Holz und Lebewesen des Waldes sind für viele trotz Kilmaschutzbewegungen und „Fridays for Future“ ein schwarzer Fleck.

Die Drittklässler jedenfalls hatten auch diesmal wieder in der gekonnten Verbindung zwischen Spiel und Wissen ihren Spaß und zeigten im Wettkampf mit- und gegeneinander, was sie zuvor im Unterricht erarbeitet und gelernt hatten. Ausschlaggebend war dabei auch das, was im Vorfeld im WaldKunst-Projekt geschaffen worden war. Dank der Punktzahlen hierbei holten sich die Dietersheimer die ersten beiden Plätze, verteidigten den Titel ihrer älteren Vorgänger aus dem vergangenen Juni. Sehr zur Enttäuschung der Altersgenossen aus Waldalgesheim. „Sie waren auf dem Parcours wirklich gut, wie die meisten“, lobte Kiefer.

Das könnte Sie auch interessieren


Handbremse nicht angezogen, Fahrzeug machte sich selbstständig

Bacharach (ots). Eine 56 jährige Fahrerin stellte an Fronleichnam ihren PKW auf einer Wiese in der Nähe des Aussichtspunktes Weinbergsecke ab und...

>> Weiterlesen

Buntes Rahmenprogramm bei Bingen swingt

Neben dem Jazz ist auch der Wein zu entdecken

Bingen (red). In wenigen Wochen geben sich beim alljährlichen Internationalen Jazzfestival BINGEN...

>> Weiterlesen

Parkhaus der kreuznacher diakonie erhält Aufzug

Barrierefrei erreichbar

Bad Kreuznach (red). Nach Fertigstellung des Parkplatzes an der Ringstraße gegenüber dem Diakonie-Krankenhaus soll nun das...

>> Weiterlesen

Hühner, Hunde und Co. - Tiertag im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum

Bad Sobernheim. Viele Infos und Mitmachaktionen zu Nutz- und Haustieren wie Hühnern, Hunden und Co. gibt es für Groß und Klein beim diesjährigen...

>> Weiterlesen

Vortrag über ein emotionales Projekt in Tansania

Begegnungsstätte für Ndingine

Bad Kreuznach. Die kleine Fischergemeinde im Njassaland in Tansania hat einen Traum: Sie träumt davon, einen Ort zu...

>> Weiterlesen

- Anzeige -