Einkaufen, einschließen und bummeln in der Stadt

Dezernent Jens Voll und Michael Kloos an der neuen Aufbewahrungsbox an der Holzhauserstraße. Foto: E. Daudistel

Neue Gepäckaufbewahrungsstation an der Holzhauserstraße

Bingen (dd). Mit dem Fahrrad einkaufen fahren, anschließend noch ein gemütlicher Bummel durch die Innenstadt oder die Rheinanlagen. Aber wohin mit dem Einkauf? Mitnehmen ist belastend. Da kommt das Konzept der Stadt den Radfahrern bürgerfreundlich entgegen. „Neue Abstellbügel und Boxen für das Gepäck werden sukzessive rund um die Innenstadt installiert“, sagte Dezernent Jens Voll bei einem Pressetermin. Das Abstellen von Fahrrädern sei eine zentrale Säule der Radverkehrsförderung. Insgesamt 55.000 Euro lässt sich die Stadt den Service kosten. Acht dieser Boxen befinden sich bereits im Paradiesgässchen, sechs neue kamen an der Ecke Rochusstraße / Holzhauserstraße hinzu. Hier können auch die Akkus der E-Bikes aufgeladen werden. „Kosten entstehen den Nutzern dabei nicht“, erklärt Michael Kloos von den Stadtwerken. Mit zuständig ist er für die Koordination des Mobilitätskonzepts. Die Bedienung sei ganz einfach. „Es funktioniert wie im Schwimmbad bei den Spinden“, so Kloos. Einfach eine ein oder zwei Euromünze reinstecken und den Schlüssel abziehen. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht. Das Geld dient nur als Pfand. Einen Nebeneffekt haben die Boxen auch für alle Gäste in der Stadt. Wer mit Ballast unterwegs ist, kann die Gepäckboxen auch zur Aufbewahrung nutzen.

Trotz aller Unkenrufe werden auch die Aufbewahrungsboxen im Paradiesgärtchen genutzt. „Mitten in der Woche waren dort drei Fahrräder abgestellt und vier der acht Schließfächer waren belegt“, freut sich Kloos. Weitere Boxen und Abstellbügel für die Räder werden rund um die Innenstadt noch folgen. Ersetzt werden die alten Radständer, bei denen es zu den berüchtigten Felgenklemmern kam. Bisher wurden 52 neue Anlehnbügel installiert. „Natürlich wünschen sich alle Besucher der Stadt, so nahe als möglich im Zentrum ihre Fahrräder abzustellen zu können“, sagt Voll. „Doch das geht nicht überall.“ Platzgründe seien dafür in erster Linie mit verantwortlich. Geplant ist für die Zukunft, Fahrradboxen zur Miete anzubieten. So an der Bushaltestelle Fruchtmarkt, Starkenburger Hof und am Gaulsheimer Bahnhof.

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