Friedel Roos erhält höchste Auszeichnung der Stadt

Viele Gratulanten hatten sich bei der Übergabe des Ältesten Stadtsiegeld durch Oberbürgermeister Thomas Feser (l.) an Friedel Roos auf Burg Klopp eingefunden. Mit dabei Ehefrau Ingrid, Pater Jürgen Jagelki (3.v.l.), Schwester Simone Rollmann, Elisabeth Naujack und OB a.D. Erich Naujack. Foto: E. Daudistel

Mit dem Ältesten Stadtsiegel in Silber ehrenamtliches Engagement gewürdigt

Sponsheim (dd). Friedel Roos ist das lebende Beispiel für ein ehrenamtliches Engagement. Für seine jahrelangen Verdienste um Sponsheim, die katholischen Gemeinde St. Georg, als Heimatforscher und als Mitbegründer der Pfarrer-Como-Stiftung, wurde er mit dem Ältesten Stadtsiegel in Silber von Oberbürgermeister Thomas Feser geehrt. Viele Wegbegleiter waren bei der Verleihung des höchsten Ehrenzeichens, das die Stadt zu vergeben hat, anwesend. „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“, nach diesem Satz von US-Präsident John F Kennedy, lebe Friedel Roos. „Er hat immer die Hand gehoben wenn es darum ging, dass sich jemand kümmert“, so das Stadtoberhaupt. Er ging in seiner Laudatio auf die zahlreichen ehrenamtlichen Verdienste des Sponsheimers ein.

Er kümmerte sich 37 Jahre lang um die Feuerwehr in seinem Heimatort, und das zeitweise als zweiter Kommandant. Er kümmerte sich um die Pfarrei, wenn es darum ging, Küstertätigkeiten auszuüben. Er übernahm das Amt des Lektors, war Kommunionhelfer und arbeitet im Pfarrgemeinderat mit. Er war Motor und Spendensammler für die Renovierung des Gotteshauses, kümmerte sich um die Weihnachtskrippe und Fronleichnamsaltäre. Der 78-jährige Sponsheimer kümmerte sich um Altennachmittage und Sternsinger, um die Beisetzung und Grabpflege von Pfarrer Como und machte die Pfarrer-Como-Stiftung zukunftsfähig. Friedel Roos war Mitverfasser von Chroniken und Bücher zu lokalem Geschehen. Gemeinsam mit Dieter Kossmann kümmerte er sich um das Stadtarchiv, hielt viele Ereignisse im Foto fest. Dicke Aktenordner füllen die Regale in seinem Büro. „Friedels Erbsensupp ist legendär“, erinnerte der Oberbürgermeister daran, dass sich der gelernte Koch um das leibliche Wohl beim Bischofsjubiläum von Karl Lehmann kümmerte. Gastfreundschaft wird im Hause Roos großgeschrieben. Durch die Verbindung von Friedel Roos  zu der „guten Frau von Sponsheim“, der ersten Genaltoberin der Würzbürger Erlöserschwestern, finden die Schwestern immer wieder gastfreundliche Aufnahme in seinem Haus.

Mit einem Satz brachte Thomas Feser das ehrenamtliche Wirken auf den Punkt: „Friedel Roos war immer zu Stelle, gut gelaunt, tatkräftig und optimistisch.“ Früh brachte sich Friedel Roos in die Gemeinschaft ein, obwohl sein Weg in den Krieges- und Nachkriegsjahren so nicht vorgegeben war. Oberbürgermeister Thomas Feser fragte, wovon eine Stadt lebt und gab selbst die Antwort: „Sie braucht Menschen, die sich mit dem Gemeinwesen identifizieren, sich auf ihre Art und Weise und mit ihren besonderen Talenten und Eigenschaften für die Gemeinschaft einbringen. Dafür lebt Friedel Roos. Er hat nie gefragt, sondern gehandelt. Er hat viel bewegt mit großer Kontinuität und das über einen langen Zeitraum.“

Der so Geehrte dankte für die Auszeichnung, seiner Ehefrau Ingrid und den langjährigen Wegegefährten. „Das Stadtsiegel wird einen würdigen Platz in meinem Arbeitszimmer finden.“ Heimat und Kirche hätten sein Leben bestimmt. Davon zeugen prall gefüllte Ordner mit Bildern und Texten, auf die Jedermann zurückgreifen könne.

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