Geschichte der Stadt ist erfühlbar

Bauhofleiter Peter Heyn, Bauhofmitarbeiter Hans-Reinert Franke, Oberbürgermeister Thomas Feser, Egbert Broerken und Georg Sahnen, Leiter des Amtes für Tourismus, Veranstaltungsmanagement und Städtepartnerschaften (v. li.), mit dem Tast-Modell. Foto: Stadt Bingen

Tastmodell der Innenstadt steht nun vor dem Löhrturm

Bingen (red). In vielen Städten Deutschlands, aber auch im angrenzenden Ausland und sogar in Baku (Aserbaidschan), gibt es Blinden-Tastmodelle, die es sehbehinderten Menschen ermöglichen, die Gebäude und Sehenswürdigkeiten zu erfühlen. Doch auch für diejenigen, denen das Augenlicht zur Verfügung steht, bilden die Modelle eine interessante Möglichkeit, mit „Fingerspitzengefühl“ die Straßen und Plätze zu erkunden. Auch Bingen verfügt nun über eine solche Skulptur, hergestellt von Egbert Broerken aus Welver (Nordrhein-Westfalen). Bereits bei der Freistellung des Löhrturms war klar, dass das Bronze-Modell hier im Außenbereich eine passende Stelle finden wird. Das Tastmodell besteht aus einem „Hauptteil“ und fünf „Nebenstelen“ aus Basalt-Lava. Die kurzen Texte auf den Tafeln wurden von Kulturamtsleiter Dr. Matthias Schmandt verfasst und wurden auch in Blindenschrift (Braille) übertragen.

Hier die Text-Informationen: Große Platte: „Modell der Stadt Bingen – zum Sehen, Fühlen und Begreifen. Um den Hügel von Burg Klopp erstreckt sich entlang mittelalterlicher Handelsstraßen die Altstadt mit der Basilika St. Martin. Das „Kulturufer“ am Rhein bietet Platz für die alte Stadthalle, das Museum am Strom und das Rheintal-Kongresszentrum.“ Kleine Platte 2: „Der Alte Kran von 1487 ist der einzige erhaltene Rheinkran des Mittelalters. Davor befindet sich das neue, überbrückte Hafenbecken, daneben das historische Zollamt von 1906.“ Platte 3: „Die Ev. Gustav-Adolf-Kirche von 1895/96 in Bingerbrück beindruckt durch gotische Architektur.“ Platte 4: „Die kath. Hildegardiskirche von 1890/92 in Bingerbrück erinnert in romani-chen Formen an das ehemalige Hildegardkloster.“ Platte 5: „Die Drususbrücke über die Nahe stammt aus dem 11. Jahrhundert. Mit ihren sechs Bogenpfeilern und einer Kapelle im Inneren gilt sie als erste Steinbrücke des Mittelalters.“ Platte 6: „Der Binger Mäuseturm auf einer Insel mitten im Rhein war im 14. Jahrhundert ein Zollturm. Durch Lage und Sage wurde er später zum Wahrzeichen der Rheinromantik.“

„Mit diesem Modell wird ein weiteres Stück der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes greifbar. Die Schönheit unserer Stadt spiegelt sich in der plastischen Darstellung wider. Der kleine Platz am Löhrturm hat durch dieses außergewöhnliche Werk einen neuen Anziehungspunkt gewonnen“, freute sich Oberbürgermeister Thomas Feser nach dem Aufstellen der sechsteiligen Installation.

Das könnte Sie auch interessieren


Wanderverein wurde aufgelöst

Restguthaben von 1.250 Euro an Kinderkrebshilfe gespendet

Weiler (red). Bei der Mitgliederversammlung trafen die Mitglieder  der Rhein-Nahe-Wanderer...

>> Weiterlesen

Leinen los für das 2. Binger Chor-Schiff

Bezaubernde Klänge und himmlische Landschaft

Bingen/Region (red). Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als an einem lauen Sommerabend auf einem...

>> Weiterlesen

Vier Spielerinnen für die weibliche Rheinland-Pfalz-Auswahl U14 nominiert

VfL-Hockeyspielerinnen gesichtet

Bad Kreuznach/Worms (red). Die gute Nachwuchsarbeit der Hockabteilung im VfL 1848 Bad Kreuznach zahlt sich langsam...

>> Weiterlesen

Dr. Denis Alt wird Staatssekretär | Markus Stein rückt als MdL nach

Dr. Denis Alt wurde zum Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur ernannt

 

Kreis Bad Kreuznach. Große Freude herrscht...

>> Weiterlesen

Weinfestival erneut im Kurpark

Elf Weingüter präsentieren sich

Bad Kreuznach. Am Freitag, 31. Mai, und Samstag, 1. Juni, findet das Weinfestival erneut im Kurpark statt. Die...

>> Weiterlesen

- Anzeige -