Kostensteigerung führte im Stadtrat zur Schnappatmung

Feser und Hüttner ausnahmsweise gleicher Meinung / Grundschulumbau 63 Prozent teurer

Bingen (dd). Der Umbau der Grundschule am Entenbach in Büdesheim wird teurer als vom Planer geschätzt. Im Haushalt stehen dafür 240.000 Euro bereit. Das vorliegende Angebot übersteigt die Schätzsumme um ganze 63 Prozent. Da mussten die Ratsmitglieder die Schnappatmung unterdrücken. Es kommt nicht oft vor, dass der Fraktionsvorsitzende der SPD, Michael Hüttner, und Oberbürgermeister Thomas Feser, einer Meinung sind. Doch hier waren sie sich einig, dass es sich verbietet, die Maßnahme zu verschieben, zumal die Binger Messe im kommenden Jahr die Zeitschiene vorgibt. Allein die Argumentation des Planers, dass die „globalen Herausforderungen und die angespannten Handelsbeziehungen auf dem Weltmarkt“ mit dafür ursächlich seien, trieben den Kommunalpolitikern die Zornesröte ins Gesicht. Nun soll in der kommenden Sitzung des Bauausschusses geschaut werden, wo Kosten einzusparen sind „Wir müssen uns die Gesamtkosten ansehen“, war man sich im Stadtrat einig.

Nach Ansicht der SPD-Fraktion kommt es am Aralkreis zu gefährlichen Situationen. Zum einen überquerten die Schüler und auch Erwachsene die Straße an der Tankstelle und an der Bushaltestelle vor Reifen-Vergölst. „Das überqueren der Straße an der B9 hat ein hohes Gefahrenpotential. Die Verkehrsteilnehmer kommen mit einer hohen Geschwindigkeit an“, stellte Sebastian Hamann den Antrag vor. Ob der Antrag dem Wahlkampf geschuldet sei, fragte rhetorisch Bürgermeister Ulrich Mönch: „Die Straße und auch der Kreisel liegen im Zuständigkeitsbereich des LBM.“ Ein Ergebnis werde im April dem Bauausschuss vorgelegt.

„Es ist alles schon mal dagewesen“, erwiderte Elisabeth Gräff (CDU) auf einen Antrag der SPD zur Einrichtung eines Jugendrates. Anfang der 90er Jahre habe es einen Jugendausschuss gegeben, er habe sich konstituiert und war dann nicht mehr aktiv. Die CDU werde dem Antrag grundsätzlich mittragen und solle im zuständigen Fachausschuss behandelt werden. „Es ist Aufgabe der Eltern und der Schule, zu zeigen, wie Demokratie gelebt wird. Die Politik ist gefordert mit den Schulen zu kooperieren.“ Die geringe Wahlbeteiligung von jungen Menschen zeige die Politikverdrossenheit. „Kinder und Jugendliche haben keinerlei Möglichkeiten, ihre Stadt mitzugestalten“, so Dr. Till Müller-Heidelberg (SPS). In Langenlonsheim und Wackernheim gäbe es funktionierende Jugendräte. Auch der FDP und den Grünen ist es wichtig, dass die Jugend an die Politik herangeführt werde. Oberbürgermeister Feser sagte zu, eine Satzung auszuarbeiten und dem Haupt- und Finanzausschuss vorzulegen. Der Fußweg unterhalb des Josefskappellchens auf dem Rochusberg wird saniert. Kosten: 12.000 Euro.

Durch die Änderung der Netz- und Linienstruktur im Busverkehr werden sich die Fahrleistungen von Fremdunternehmen um rund 25 Prozent verringern, so die Antwort von Dezernent Jens Voll auf eine Anfrage der CDU. Wegen der Göße des Leistungsvolumes müsse eine europaweite Ausschreibung erfolgen.

„Erfolgreich sind die Gespräche mit den Grundstückseigentümern verlaufen. Eine Lösung für den Radweg ist in greifbare Nähe gerückt“, beantwortete Jens Voll eine Anfrage der Grünen. Baubeginn für den Radweg von Dromersheim nach Büdesheim soll im Frühjahr oder Sommer im Jahr 2020 sein. Sobald die Grundstück angekauft seien, könne mit der Planung begonnen werden.

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