Manchmal geht es nur ums Zuhören

Seit 25 Jahren sind die „Grünen Damen“ im HGH tätig. Dr. Karl-Heinz Leyser (Ärztlicher Direktor) und Pflegedirektorin Barbara Lerch dankten in einer kleinen Feierstunde. Foto: E. Daudistel

25 Jahre „Grüne Damen“ im HGH

Bingen (dd). Seit 25 Jahren kümmern sich im Heilig Geist Hospital ehrenamtliche Helferinnen, die sogenannten „Grünen Damen“, um Pflegebedürftige und Kranken. „Der Namen geht auf die Farbe der blass-grünen Kittel zurück“, erinnert sich  Annette Zürn. Die Frau des späteren Bundesministers Gerhard Schröder habe das Konzept bei ihrem Aufenthalt in den USA kennengelernt. Dort trugen die Ladies pinkfarbene Kleidung. Diese Farbe passte aber in Deutschland nicht in ein seriöses Krankenhaus. Heute sind einige Tausend Frauen und Männer in rund 500 Kliniken tätig.

Angefangen hat alles vor einem viertel Jahrhundert in Bingen. Annette Zürn brachte die Idee aus dem Kreuznacher Diakoniekrankenhaus mit an den Rhein. Damals versahen auch Männer den Dienst im Krankenhaus. Die Frau der ersten Stunde wäre froh, wenn sich auch wieder Herren bei den Grünen Damen einfinden würden. In den Jahren habe sich viel verändert. Zu Beginn wurden fünf Stationen von 18 Damen betreut. Heute gibt es im Krankenhaus nur noch drei Stationen und die neun Frauen kümmern sich rührend um die Patienten.

Morgens zwischen neun und halbzwölf ist die „Hauptarbeitszeit“ der Frauen. „Wenn es die Zeit erlaubt, gehen wir von Zimmer zu Zimmer. Zuvor haben wir aber auch schon vom Pflegepersonal Tipps bekommen, wo Redebedarf bei den Patienten und auch den Angehörigen besteht“, weiß Annette Zürn, die die Damen leitet und einteilt. Wichtig sei bei dieser Tätigkeit zuzuhören. Das Gespräch stehe im Vordergrund. Daher sei auch Verschwiegenheit eine der wichtigsten Voraussetzungen. Weiter Attributive, die mitgebracht werden sollen um den Dienst zu versehen, sind Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Lebenserfahrung.

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