Pfarrer Choquet geht in Ruhestand

Überreichung des Binger Stadtsiegels an Pfarrer Choquet durch Oberbürgermeister Thomas Feser (l.) und Landrätin Dorotheas Schäfer. Foto0: fle

Letzter Gottesdienst im Kreise seiner Mitbrüder: Dekan Henning Priesel (l.), Pfarrer Gerhard Choquet, bischöflicher Beauftragter Michael Ritzert (r.). Foto: fle

Feierlicher Gottesdienst in Basilika / Mit Stadtsiegel in Bronze geehrt

Bingen (fle). So einfach sich in einem Sonntagsgottesdienst von seinen Gemeinden  verabschieden durfte Pfarrer Gerhard Choquet nicht. Die drei Pfarrgemeinderäte seiner drei Pfarreien Bingen, Kempten und Gaulsheim hatten  anlässlich seines Abschiedes zu einer Heiligen Messe in der Basilika und zum anschließenden Empfang in das Kulturzentrum eingeladen. Sicherlich hätte Pfarrer Choquet in seinen 23 Jahren immer gerne eine solch volle Kirche gehabt wie an diesem Tag. Viele Mitbrüder, darunter auch der bischöfliche Beauftragte für die Priester, Michael Ritzert und Dekan Henning Priesel aus Gau-Algesheim, feierten mit ihm den letzten Gottesdienst in seiner Gemeinde.

„Einfach Spitze, dass du da warst,“ sangen Kinder aus den vier von ihm betreuten Kindergärten nach der Lesung.  In seiner letzten Predigt ging der scheidende Pfarrer auf seine lange Amtszeit ein. Mit dem Chanson „So leb dein Leben“  hielt er Rückblick auf die Höhepunkte in Bingen, an die Menschen, die er in dieser Zeit kennen gelernt hat, mit denen er gearbeitet, gelacht, geweint und gefeiert hat. Er versicherte, dass er oft an Bingen zurückdenken wird. Aus gesundheitlichen Gründen hatte der 65-Jährige um die Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand gebeten. „Ich werde euch nicht vergessen!“ versprach er. Passend dazu spielte die Katholische Kirchenmusik im Anschluss das von ihm angesprochene Chanson .

Aus der Hand des bischöflichen Beauftragten erhielt Pfarrer Choquet dann das Dekret, in dem er in den Ruhestand versetzt wurde. Im Namen des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf bedankte sich Michael Ritzert für die lange Zeit als Priester im Bistum Mainz und hielt Rückblick auf die Stationen seines Wirkens. Es werde keine Vakanz nach dem Weggang von Gerhard Choquet in Bingen entstehen. Markus Lerchl wird noch im Mai neuer Pfarrer  in den drei Pfarreien werden.

Beim anschließenden Empfang im Kulturzentrum, den Männi Heil moderierte, würdigte eine große Zahl von Mitbrüdern, Freunden, Vertreter der politischen Gemeinde und der evangelischen Pfarrei die Verdienste von Pfarrer Choquet. Alle hofften, dass es kein Abschied für immer sei, sondern dass er bald wieder zu einem Besuch in Bingen begrüßt werden kann. In Poesie und Prosa sprachen unter anderem die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, die Mitglieder der katholischen Frauengemeinschaft und des Fördervereins der Basilika Dankes- und Segensworte. Sie erinnerten an viele persönliche Begegnungen mit ihm, seine Auftritte bei der Binger Fastnacht, an Pilgerreisen und Kirchenjubiläen. Obwohl Pfarrer Choquet auf Geschenke verzichten wollte und stattdessen Spenden für das Basilikadach erbat, ließen es sich die Gäste nicht nehmen, zahlreiche, vor allem an Bingen erinnernde Geschenke zu überreichen. Aus der Hand von Oberbürgermeister Thomas Feser und von Landrätin Dorothea Schäfer erhielt Gerhard Choquet das älteste Binger Stadtsiegel in Bronze. „Ich bin geplättet“, meinte der Geehrte am Schluss der vielen Reden. Das gemeinsam von allen Gästen gesungene irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“ stand am Ende des bewegenden Abschiedsempfanges. So ganz in den Ruhestand wird Pfarrer Gerhard Choquet nicht gehen. An seinem neuen Wohnort in Tirol wurde er vom zuständigen Abt gleich mit einer neuen Aufgabe betreut. Er wird für drei Monate die Vertretung einer großen Pfarrei übernehmen.

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