Schüler fordern ernst zu nehmende Klimapolitik

Ab dem Bahnhof gingen am Freitag, 8. und 15. März, Schülerinnen und Schüler auf die Straße, um bei der Demo „Fridays for Future“ die aktuelle Klimapolitik ernst zu nehmen. Foto: N. Lind

Erste Demo „Fridays for Future“

Bad Kreuznach (nl). Die Bewegung Fridays for Future (Freitage für die Zukunft) hat nun auch in Bad Kreuznach Einzug gehalten. Am 8. März fand der erste Klimastreik unter dem Schlachtruf „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“ statt. Zirka 200 Schülerinnen und Schüler (auf ihrem Weg sollen es mehr geworden sein) aus Bad Kreuznach und Umgebung sowie Klimaaktivisten demonstrierten gegen die aktuelle Klimapolitik.

Ihr Marsch führt vom Bahnhof vorbei an Stama-Gymnasium und Cineplex-Kino über die Geesebrick in die Kurhausstraße zur Pauluskirche, wo es Redebeiträge und Musik gab. „Wir möchten Aufsehen erregen“, so Klara Neumann, 18 Jahre, von der ADS in Hargesheim. „Es bringt nichts mehr, zu warten. Wir wollen zum Nachdenken anregen, dass sich hoffentlich für die Zukunft etwas verändern wird.“ Maria Karst, 18 Jahre, von der Berufsschule Bad Kreuznach ergänzt: „Das hat nichts mit Schuleschwänzen zu tun. Schwänzen kann man auch ohne Demos. Ich finde es sinnvoll, aufzustehen und damit etwas umzusetzen. Und das geht nur, wenn sich viele zusammenschließen.“

Es gehe nicht nur darum, die Politiker zu alarmieren, so Chiara Rödel, 17 Jahre, von der ADS in Hargesheim. Vielmehr sei es auch das Thema, Klimawandel beziehungsweise Klimaschutz publik zu machen, auch in den Unterricht zu bringen, damit darüber nachgedacht wird, wie man selbst etwas verändern kann. Die zweite Demo fand am Freitag, 15. März, 11.30 Uhr, – wieder ab dem Bahnhof – statt.

So soll der „Einsatz für Nachhaltigkeit“ auch in Bad Kreuznach Früchte tragen. Denn es ist das Ziel der Bewegung ist einerseits, Politiker auf klimapolitische Missstände aufmerksam zu machen und dazu zu bringen, schnelle und konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz einzuleiten, andererseits zu verdeutlichen, dass mit seinem persönlichen Verhalten wie Plastikmüll und Fleischkonsum zu reduzieren, jeder Einzelne etwa verändern kann.

Auch Mehmet Kılıç vom Friedensverein Hand in Hand engagierte sich bei der Demo. Er findet „Fridays for Future“ eine tolle Sache und ist froh, dass jetzt auch Schülerinnen und Schüler in Bad Kreuznach auf die Straße gehen. „Es ist wichtig, dass wir Unterstützung leisten und auch die Schüler bei den Klimastreiks unterstützen. Wir leben gemeinsam auf der Erde und zerstören permanent Lebensexistenzen. Wir sägen quasi den Ast ab, auf dem alle Lebewesen sitzen – und das muss geändert werden.“

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