Seppel Götze unterstützt die AWO

Anstelle von Geschenken gab es am Geburtstag von Seppel Götze bare Euros. Das Geld übergab er dem Vorsitzenden der AWO, Dieter Graffe. Foto: E. Daudistel

Statt Geschenke am Geburtstag gab es Geld / Vielleicht gibt es Nachahmer

Büdesheim (dd). Zum Geburtstag gibt es Geschenke. Vor seinem Geburtstag, es ist der 88., wird Seppel Götze gefragt, was er sich wünsche. „Im Alter hat man doch schon alles“, lächelt der Büdesheimer. „Ich habe den Gratulanten gesagt, wenn sie ein paar Euro übrig hätten sollten sie mir Geld geben.“ Das taten sie dann auch rege. Wer Seppel Götze kennt, der weiß, dass er das Geld nicht für sich behält, sondern es einer gemeinnützigen Organisation stiftet. Schnell war ihm klar, dass die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in seinem Heimatort das Geld gut gebrauchen könne. Das Geburtstagskind runde auf, und so kam die stolze Summe von 400 Euro zusammen.

Seit 60 Jahren ist er bei der AWO Mitglied, kennt die Gegebenheiten. Während einem Kaffeenachmittag der AWO im Brunnenweg übergab er das Geld an den Vorsitzenden Dieter Graffe. Der ist froh über jeden Euro, der in die Kasse fließt. „Uns fehlen einfach Einnahmen, um das Darlehen für das Haus zu tilgen“, sagt er. Vor rund 15 Jahren verließen 70 Mitglieder die AWO. „Sie sind nicht verstorben oder haben die Mitgliedschaft gekündigt“, weiß Götze. Die ehemals in Büdesheim organisierten Männer und Frauen haben in Dromersheim einen neuen Verein gegründet. „Damit fehlten uns Mitgliedsbeiträge. Auch einen Betrag aus der Kasse haben sie in die neue AWO im Nachbarort mitgenommen“, erinnert sich der Binger Ehrenbürger. Dann wurde im Brunnenweg, wo das Vereinshaus steht, ein Stauraumkanal gebaut. Seitdem ist der Keller nass, steht sogar zeitweiße unter Wasser. Das verursache auch immense Kosten. Dann kam noch dazu, dass auf der anderen Straßenseite, wo sich vorher ein Parkplatz befand, ein neues Wohngebäude entstand. „Seit einem Jahr können wir das Haus für Veranstaltungen nur noch sporadisch vermieten. Die Einnahmen fehlen uns“, sagt Dieter Graffe.

In der Vergangenheit wurde das Haus für Hochzeitsfeiern, Kommunion und Konfirmation und zum Feiern von Geburtstagen rege genutzt. Seitdem der Parkplatz fehlt, bleiben die Mieteinnahmen aus, das Geld fehlt. Zwar sei die AWO noch liquide, könne den Kredit noch tilgen. Deshalb hofft Seppel Götze, dass sich Nachahmer finden, die es ihm gleichtun.

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