Soll Saarlandstraße zur Einbahnstraße werden?

Klar und deutlich spricht sich der Vorsitzende der Werbegemeinschaft "Büdesheim aktiv" gegen eine Einbahnregelung in der Saarlanstraße aus. Foto: E. Daudistel

Michael Porr: Sollen froh sein, dass es noch Geschäft in Büdesheim gibt

Büdesheim (red). Mit einem Flyer der SPD wurde die Büdesheimer Geschäftswelt erschreckt. Die Sozialisten wollen eine Einbahnregelung in der Saarlandstraße. Darüber soll am heutigen Mittwoch, 7. November, in der Gaststätte zur Turnhalle, 19 Uhr, diskutiert werden. Bereits am 29. Oktober habe auf dem Rathausplatz ein Bürgergespräch der SPD stattgefunden, wo dieses Thema auch Raum einnahm. „Es war kein Bürger da, aber ein Duzend Mitglieder von „Büdesheim aktiv“. Die Argumente wurden ausgetauscht und nach dem Gespräch war eigentlich zu vernehmen, dass diese Thema vom Tisch ist, zumal ja auch kein Bürger mit diesem Wunsch anwesend war“, so der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Büdesheim aktiv, Michael Porr. Umso überraschender sei er gewesen, dass dann am Wochenende der Flyer in den Briefkästen der Anwohner und Geschäfte gelegen hätte.

„Die letzten Baustellen haben gezeigt, und da war stellenweise nur in einer Richtung Verkehr möglich, dass ein Großteil der Geschäfte erhebliche Umsatzeinbußen hatten. Vor allem, wie soll eine Einbahnstraße ohne bauliche Maßnahmen mit mehr Parkplätzen denn umgesetzt werden?“, so Porr. Die Saarlandstraße sei vor 14 Jahren komplett neu ausgebaut worden, auch mit dem Wissen, dass an den engen Stellen im Ort der Verkehr verlangsamt werde. Genau auch aus diesem Grund wurden die Bushaltestellen auf der Straße gelassen. „Auch stellt sich die Frage, wie der ÖPNV denn dann aussehen soll? Busse nur noch in eine Richtung? Ältere Menschen müssen dann noch weiter laufen als bisher. Möchte man die Infrastruktur komplett zerstören? Hier im Ort funktioniert sie ja noch sehr gut. Das Thema Nahversorgung ist ein zentrales Thema. Oder will man die großen Märkte an den Ortsrändern stärken?“, zeigt sich Porr verärgert. Dann sei aber im Ort selbst bald Schluss, denn auch die Geschäfte brauchten die Kunden zum Leben wie umgekehrt auch. Wenn man anderorts sehe, was Umgehungsstraßen, so schön sie für den einen oder anderen sind, angerichtet haben, könne das kein richtiges Ziel sein.

Denn dort seien die Geschäfte in den meisten Fällen inzwischen leer, weil auch alleine von den hier bzw. dort lebenden Mitbürgern allein die Frequenzen nicht ausreichen und man auch auf den Durchgangsverkehr angewiesen sei. Auch das Thema Verkehrssicherheit müsse man genau unter die Lupe nehmen. Rasten doch jetzt schon in den ruhigen Stunden manche Autofahrer schneller als erlaubt durch die Ortschaft. Bei einer Einbahnstraße sei die Gefahr noch viel größer, da ja dann kein Gegenverkehr stattfindet und man gefahrlos schnell fahren kann. „Wir können froh sein, dass wir in Büdesheim noch etliche Geschäfte zur Nahversorgung der Bürger im Ortszentrum haben und möchten, dass es auch in Zukunft so bleibt“, macht Porr deutlich.

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