Stadt für Jugendliche attraktiver machen

Oberbürgermeister Thomas Feser (7.v.l.) mit Stadträten und Jugendlichen im JuZ. Foto: fle

Idee für Jugendausschuss oder Jugendparlament

Bingen (fle). Unter dem Motto „Jugendbeteiligung in Bingen – Mach mit! Es ist deine Stadt“ hatte Oberbürgermeister Thomas Feser Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren ins Jugendzentrum (JuZ) eingeladen. Trotz erstem Ferientag und tropischen Temperaturen nahm eine stattliche Anzahl, darunter auch mehrere neu- und wiedergewählte Stadträte, an der Veranstaltung teil. Bei diesem Treffen sollte gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet werden, wie eine Jugendbeteiligung aussehen könne und wie sich Jugendliche  in ihrer Heimatstadt engagieren können.

In seinem Grußwort drückte der Oberbürgermeister die Hoffnung aus, dass die bei dieser Veranstaltung entwickelten Ideen im August in die Jugendhilfeplanung der Stadt Eingang finden werden. Es könne sich auch vorstellen, dass solche Treffen fortgesetzt würden,  evtl.  in einem speziellen Jugendausschuss oder in einem Jugendparlament. Die Idee zu dieser Veranstaltung, die die SPD-Stadtratsfraktion hatte, war einmütig im Stadtrat aufgegriffen worden.

Seit vielen Jahren unterstützt Oliver Dick vom Institut für sozialpädagogische Forschung in Mainz die Stadt Bingen. In seiner Einführung betonte er, dass nicht Erwachsene allein für die Jugendlichen planen sollen, sondern in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen Ideen entwickelt werden sollen, wie Jugendarbeit in Zukunft gestaltet werden soll.

Unter der Moderation von Thea Rohn vom Institut für Medien und Pädagogik in Mainz wurden dann in mehreren kurzweiligen Sequenzen die Jugendlichen in die Thematik eingeführt, der Begriff Partizipation erklärt und in Kleingruppen Ideen für die bessere Teilhabe von Jugendlichen entwickelt und erörtert. Interessant der Part, in dem die Jugendliche Utopien nachgehen sollten, nach dem Motto „Was wäre, wenn…?“.

Begeistert bei der Sache war der 12-jährige Philipp Brilmayer, Schüler im Stefan-George-Gymnasium (SGG), der eifrig mitdiskutierte und eigene Ideen einbrachte.  Anna Brunner, 18 Jahre,  ebenfalls Schülerin im SGG, nahm an der Veranstaltung teil, weil sie Bingen für Jugendliche attraktiver gestalten wolle. So könne sie sich Verbesserungen bei den Fahrradwegen, den Freizeitangeboten für Jugendliche und im Blick auf ein künftiges Studium auch mehr günstige Studentenwohnungen vorstellen.

Voll zufrieden mit der Veranstaltung zeigten sich die beiden neu im Stadtrat vertretenen jungen Mitglieder Marie Grandjean (CDU) und Alina Hanss (SPD), beide Vorsitzende der Jugendorganisationen ihrer Parteien. Beide können sich vorstellen, dass Jugendarbeit in Zukunft  durch die Schaffung eines Jugendparlamentes verbessert werden könne. Auch eine projektbezogene Jugendpartizipation könne angedacht werden. Beide sagten zu, dass die bei dieser Veranstaltung entwickelten Ideen bei der Arbeit  ihrer beiden Stadtratsfraktionen berücksichtigt würden.

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