Stadtrat gibt grünes Licht für neuen Linienplan

Foto: E. Daudistel

Alle Fraktion begrüßen Konzept / SPD stellte Änderungsantrag

Bingen (dd). Eigentlich sollte es nur noch eine Formsache sein, dass der Stadtrat dem neuen ÖPNV-Konzept zustimmte. Eine Beschlussempfehlung des Werksausschusses, dem  alle im Stadtrat vertretenen Parteien zugestimmt hatten, lag vor. Doch die SPD stellte einen Änderungsantrag, wonach die letzten Busse freitags und samstags später nach Sponsheim fahren, die Busse auf der Linie 601 an Samstagen während den Geschäftszeiten im Halbstundentakt verkehren sollen, genauso solle auch auf der Cityline und nach Bingerbrück der halbstündige Verkehr beibehalten werden. „Es gilt“, so Philipp Staudinger (SPD), „jungen und älteren Menschen, die nicht mit dem Auto fahren können oder wollen, eine bessere Mobilität zu ermöglichen.“ Im Übrigen würde das neue Linienkonzept von der SPD ausdrücklich begrüßt.

Für den Sprecher der CDU-Fraktion, Michael Stein, ist der Antrag dem Wahlkampf geschuldet. „Mehrere Monate haben wir im Werksausschuss darüber beraten, Dienstpläne wurden mit dem Personalrat abgestimmt. Nun ist es endlich so weit, dass der Weg frei gemacht wird.“ Das neue Linienkonzept sei von Fachleuten erstellt worden. Bis zur Einführung der neuen kreisweiten Verbindungen in drei Jahren könne das nun vorliegende Konzept überarbeitet werden. Überrascht von dem Antrag zeigte sich auch der Fraktionssprecher der FDP, Peter Eich. „Wenn die Busse im Stundetakt fahren, haben die Menschen auch mehr Zeit um noch länger in der Stadt bei einem Kaffee zu verweilen“, meinte er nicht ganz ernst. Genauso wie sein Kollege Bernd Bruns von den Grünen fragte auch er nach den zusätzlichen Kosten, die auf die Stadt zukommen. Runde 150.000 Euro würden die Änderungswünsche der SPD kosten, teilte Bürgermeister Ulrich Mönch mit, der die Stadtratssitzung in Vertretung von Oberbürgermeister Thomas Feser, der sich auf einer anderen Veranstaltung befand, leitete. Alle drei Änderungsanträge der SPD wurden abgelehnt und die Beschlussempfehlung des Werksausschusses einstimmig angenommen.

Ein Antrag der Grünen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und bürgerfreundlichen Öffnungszeiten des Bürgerbüros nach dem Umzug ins Schwarze Haus, wurde in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Die Wahl zum Beirat für Migration und Integration findet am Sonntag, 27. Oktober 2019 statt.

Vorgeschlagen als stellvertretende Schiedsperson beim Amtsgericht wurde Hans Jürgen Becker.

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