Thomas Feser will in eine zweite Amtszeit

Thomas Feser kandidiert für eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister. Foto: E. Daudistel

CDU nominierte mit 95,4 Prozent den jetzigen Oberbürgermeister

Bingen (dd). Es war eine mitreißende Rede, mit der sich Thomas Feser für die Kandidatur bei den Mitgliedern der CDU bewarb. Dafür erhielt er stehenden Applaus von den 66 Christdemokraten, aber auch von bestimmt der gleichen Anzahl an Gästen, die sich im Kulturzentrum zu der öffentlichen Nominierung als Oberbürgermeister für eine weiter Amtsperiode eingefunden hatten. Nach Auszählung der Stimmzettel waren es 95,4 Prozent der stimmberechtigen Mitglieder, die sich für eine weiter Amtszeit von Thomas Feser als Oberbürgermeister-Kandidat aussprachen.

Kämpferisch zeigte sich Thomas Feser, für den der Abend eine wichtige Veranstaltung ist. In seiner über 70-minütigen Rede blickte er zurück: „Ich bin vor acht Jahren mit einem zwölf Punkte Programm angetreten. Alle wurden umgesetzt. Wir haben die Stadt vorangebracht.“ Bodenständig und heimatverbunden sei er, kenne aber auch seine Probleme und Fehler. In seiner zweiten Amtszeit will der 54-jährige Feser die Stadt stark machen. „Die begonnen Projekte werde ich weiterführen und neue auf den Weg bringen. Dabei wird immer das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund stehen.“

Bei vielem was in der Vergangenheit erreicht wurde, stellte sich die SPD quer. Sei es bei dem CCB-Projekt, bei dem die SPD in namentlicher Abstimmung mit Nein votierte oder aber auch, wenn über den städtischen Haushalt entschieden wurde. „Damit verweigert die SPD die Zukunftsgestaltung der Stadt. Wenn wir was gestalten wollen, brauchen wir auch die finanziellen Mittel dazu. Denn ohne Moos ist nix los.“

In der Power-Point-Präsentation zeigt Feser auf, was unter seiner Ägide in den vergangen Jahren erreicht wurde. Angefangen von der Hertie-Immobilie, wobei mit der sogenannten „Binger Erklärung“ Feser alle 32 Bürgermeister mit Hertie-Häusern an einem Tisch auf Burg Klopp versammelte. Der Erfolg war, dass ein Privatinvestor in das Gebäude 25 Millionen Euro investierte. Dabei wurde Feser von Michael Hüttner angekreidet, dass durch die Überlassung der Tiefgarage, städtisches Vermögen vergeudet würde. Gerettet - durch gute Kontakte - wurde von Feser das Heilig-Geist-Hospital. Auch die Ansiedlung des Hotels „Papa Rhein“ wurde von den Sozialdemokraten abgelehnt. Das Hotel sei eine Chance für die Stadt. „Wir haben am Rhein eine tolle Promenade und gute Geschäfte in der Innenstadt. Aber warum wird alles schlecht geredet“, stellte sich Thomas Feser die Frage. Gelder fließen durch die Städtebauförderung in die Stadt. Vieles werde gestaltet, indem die Bürger gefragt würden, wo der Schuh drücke. Bei all der Investition sei es in der Amtszeit von Feser gelungen, den Schuldenstand von damals 54 Millionen Euro auf 43 Millionen Euro zu reduzieren. „Und das bei einer Investitionssumme von 60 Millionen Euro.“

Und zum Schluss kam Feser noch auf den Stadteingang West zu sprechen. Das werde die bedeutendste Stadtentwicklungsmaßnahme für die künftigen Generationen sein. Die Innenstadt werde gestärkt und „es ist quasi der rote Teppich ins Binger Stadtzentrum“. „Daran hängt mein Herz“, beendete Thomas Feser seine Rede, die voller Leidenschaft und Kampfeswille war. „Ich brenne für diese Stadt. Lassen Sie es uns anpacken.“

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