Trinkwasser muss nicht mehr abgekocht werden

Das Trinkwasser in der Stadt muss nicht mehr abgekocht werden. Foto: E. Daudistel

Warnung war eine Vorsorgemaßnahme / Es wird weiterhin gechlort

Bingen (red). Die auf Grund einer bakteriellen Verunreinigung im Trinkwasser erlassene Vorsorgemaßnahme eines Abkochgebotes für Teile des Stadtgebietes Bingen-Stadt besteht nicht mehr und wird aufgehoben. Das Trinkwasser kann wieder bedenkenlos verwendet werden. Die Maßnahmen erfolgten in Absprache mit dem amtsärztlichen Dienst der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Die Gründe für die Verunreinigung sind nicht klar und die Wege auf denen Bakterien ins Trinkwasser gelangen können, sind vielfältig. Sei es ein fäkaler Eintrag in das Grundwasser durch die Landwirtschaft oder auch bei Sturzregen mit Überschwemmungen; bei Wartungsarbeiten am Leitungssystem, den Pumpen oder der Verteilstationen; Veränderungen bei der Trinkwasserabnahme mit Einfluss auf die Strömungsverhältnisse, Lösung von Inkrustierungen an den Innenwänden und sehr vieles mehr.

Durch die regelmäßige Untersuchung des Trinkwassers zur Sicherstellung der Qualität wurde die Verkeimung festgestellt und hat zu den erlassenen Vorsorgemaßnahmen geführt. Die in Bingen festgestellte geringe Kontamination barg nach der Einschätzung des Amtsarztes nur ein sehr geringes Erkrankungsrisiko. Es wurden sogenannte Indikatorkeime gefunden, welche auf eine Verunreinigung hindeuteten. Diese Keime selbst sind fakultativ pathogen, d.h. sie können in der Regel nur Menschen krankmachen, deren Immunsystem durch Vorerkrankungen schon sehr beeinträchtigt ist. Die Trinkwasserverordnung in Deutschland ist sehr streng und der Grenzwert liegt für diese Indikatorkeime bei null. Daher war die Warnung der betroffenen Bevölkerung in erster Linie eine Vorsorgemaßnahme.

 Zudem musste eine Information auch wegen der erforderlichen Chlorung des Wassers vorgenommen werden. Diese Sicherheitschlorung wird auch bis auf Weiteres weiterbetrieben. Leider dauerte das Abkochgebot nunmehr elf Tage und wurde durch das Gesundheitsamt erst nach der völligen Beseitigung der Verkeimung im betroffenen Hochbehälter aufgehoben. Diese Zeit wurde gebraucht, um die rechte Kammer des Behälters zu leeren, mehrfach zu reinigen, zu desinfizieren und zu spülen. Die erforderliche Untersuchung des Trinkwassers dauerte dann noch zwei Tage. Die Stadtwerke bedauern sehr, dass Unannehmlichkeiten entstanden sind. Bei Rückfragen stehen die Stadtwerke zu den üblichen Geschäftszeiten unter Tel. 06721- 9707-0 gerne zur Verfügung.

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