Troubled Bridge over Rhine-Water

MdB Tabea Rößner fordert die Ausweitung von Fährverbindung. Foto: privat

MdB Tabea Rößner fordert die Ausweitung von Fährverbindung und direkte Zugverbindung zwischen Bad Kreuznach und Wiesbaden

Bingen (red). Zum Vorschlag des Mainzer FDP-Vorsitzenden, der sich für den Bau einer Rheinbrücke zwischen Ingelheim und Oestrich-Winkel ausgesprochen hat, erklärt die Mainzer Bundestagsabgeordnete und stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss, Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):

„Es steht dem Mainzer FDP-Vorsitzenden natürlich zu, über seine Brücken-Fantasien laut nachzudenken. Aber auf Landesebene gilt nur eins: der Koalitionsvertrag. Hier haben sich SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN klar über einen Weg verständigt. Auf kommunaler Ebene sind die politischen Mehrheiten nun mal so, wie sie sind. Von hessischer Seite habe ich in der vergangenen Zeit auch keine überschwängliche Euphorie vernommen, wenn es um die Umsetzung des Projekts ging. Bislang ist nicht klar, ob und wie es mit der Binger Brücke weitergeht, die auch umstritten in der Region ist. Also eine ‚Troubled Bridge over Rhine-Water ‘.

Der Bau einer Brücke zwischen Bingen und Rüdesheim ist finanzpolitisch und verkehrspolitisch nicht zu verantworten und hätte zudem massive ökologische Auswirkungen auf die einzigartigen Rheinhauen und das Rheintal.

Es gibt jedoch Alternativen, die schneller umgesetzt werden können und zur Verkehrsentlastung in der Region beitragen. Daher fordere ich die Ausweitung der Fährverbindungen und begrüße die kontinuierliche Arbeit der GRÜNEN Mainz-Bingen zur Verbesserung der Fährverbindungen. Zusätzliche Kapazitäten würden mehr Angebot und dementsprechend auch die Mobilität steigern. Darüber hinaus ist die direkte Zugverbindung zwischen Bad Kreuznach und Wiesbaden wesentlich für eine verkehrliche Entlastung der Region. Seit Jahren fordern wir GRÜNEN diese Direktverbindung. Es freut mich daher sehr, dass der Mainzer FDP-Vorsitzende sich nun auch für eine Forderung einsetzt. Solche Maßnahmen sind effektiver und schneller umsetzbar.

Es lohnt sich daher viel eher, hier Schritte für eine zügige Verbesserung der Mobilität zu setzen statt mannigfaltiger Brücken-Fantasien.“

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