Übergabe an Sparkasse: Gemeinsame Unterschriftenaktion fand große Resonanz

V.l.: Pfarrer Rüdiger Dunkel, Lukas-Gemeinde, und Gregor Beilmann, Kolpingsfamilie Winzenheim, übergaben Andreas Peters und Jörg Brendel, beide Sparkasse, die gesammelten Unterschriften. Foto: Rhein-Zeitung

Kommunikationsfehler beklagt

Bad Kreuznach (red). Die Evangelische Lukas-Kirchengemeinde Winzenheim und die Kolpingsfamilie Winzenheim haben in sechs Wochen 964 Unterschriften für den Erhalt der Filiale der Sparkasse Rhein-Nahe mit Mitarbeiter/-innen in Winzenheim und gegen die zum 1. Oktober 2018 geplante Umwandlung in eine „SB-Stelle“ gesammelt.

Pfarrer Rüdiger Dunkel von der Lukas-Gemeinde und Gregor Beilmann, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Winzenheim übergaben diese am 5. September dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Rhein-Nahe, Andreas Peters. Gregor Beilmann, Vorsitzender Kolpingsfamilie Winzenheim e.V., beklagt Kommunikationsfehler seitens der Sparkasse und der politischen Verantwortlichen – die Umwandlung ist indes wohl nicht mehr abzuwenden.

Es ist schon etwas Besonderes die Sorgen und Bedenken so vieler als ökumenische Aktion evangelischer und katholischer Christen im größten Bad Kreuznacher Stadtteil gemeinsam zu bündeln. Mit dieser großen Resonanz hatten wir zu Beginn der eher spontan ins Leben gerufenen Aktion nicht gerechnet; das hat uns tief beeindruckt. Bedanken möchten wir uns bei allen, die mit ihren Namen, Adressen und Unterschriften auch offen zu ihrem Protest stehen, ebenso bei den Unterstützern“, so Beilmann.

„Die Unterschriftensammlung wurde auch nötig, weil die politisch Verantwortlichen aus allen Parteien unseres Stadtteils zum Erhalt der Filiale offensichtlich nichts beitragen wollten. Eine Unterstützung dieser Aktion oder die verantwortliche Übernahme der Organisation eines öffentlichen Protestes fand nicht statt bzw. wurde auch nicht angeboten. Die politisch Verantwortlichen unseres Stadtteiles haben sich damit begnügt, den zweiten Schritt, nämlich die Planung über die zukünftige Nutzung der Räume der Filiale, vor dem ersten Schritt, dem Einsatz für die Erhaltung der Filiale, zu machen. Dies ist für einen Großteil der Bevölkerung unseres Stadtteiles eine tiefe Enttäuschung. Für uns ist nur teilweise nachvollziehbar, warum im einwohnerstärksten Stadtteil von Bad Kreuznach die Filiale in eigener Immobilie der Sparkasse nicht mehr weiterbetrieben werden kann, aber in anderen Stadtteilen oder umliegenden Ortsgemeinden mit weit weniger Einwohnern neue Bankfilialen errichtet werden; zumindest wurde seitens der Sparkasse diesbezügliche strategische Überlegungen nicht ausreichend plausibel und transparent gemacht.“

Mirko Helmut Kohl, Ortsvorsteher von Winzenheim, teilte auf Nachfrage der Kreuznacher Rundgeschaut zum angedeuteten Kommunikationsproblem mit, dass er direkt nach Bekanntwerden des Beschlusses des Verwaltungsrates der Sparkasse mit dem Vorstand Kontakt aufgenommen habe. „In Folge kam es zu drei persönlichen Gesprächen mit dem Ziel, die Umwandlung der Filiale zu verhindern“, so Kohl. „Nachdem die Sparkasse zum Bedauern des Ortsvorstehers am Beschluss festhielt, setzte sich Kohl hartnäckig für Verbesserungen, insbesondere für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Er konnte im Gespräch u.a. erreichen, dass Winzenheim zukünftig einmal wöchentlich von der mobilen Filiale angefahren wird, alle älteren Sparkassenkunden ab 70 Jahre persönlich über die Dienstleistungen der Sparkasse beraten werden und eine technische Aufrüstung in Form eines Einzahlungsautomaten (wichtig für Gewerbetreibende) erfolgt.

Zusätzlich sagte der Sparkassenvorstand auch ein Entgegenkommen hinsichtlich der Nachnutzung des Gebäudes durch die Gemeinde bzw. örtliche Vereine zu.“

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