Von der „Siedlung“ zum „Stamm“ erhoben

Die Pfadfinder zusammen mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Christuskirchengemeinde nach der Feier. Foto: Wolfgang Schiwek

Christliche Pfadfinder feierten in der Christuskirche festlichen Gottesdienst

Bingen (red). Es ist geschafft: Die Pfadfinder-Siedlung „Martin Niemöller“ in Bingen wurde beim Gau-Pfingstlager der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) zum „Stamm“ erhoben. Damit ist der Binger Stamm nun ein vollwertiges Mitglied der Pfadfindergemeinschaft. Ein schöner Anlass zu feiern – und so gestalteten die Binger Pfadfinder, die derzeit von Julia Vogel und Kathrin Eberlein geführt werden, zusammen mit Pfarrerin Norina Mutzek in der Evangelischen Christuskirche unter dem Motto „Jeder kann etwas, aber zusammen können wir mehr“ einen Gottesdienst und erhielten bei dem sich anschließenden Mitarbeitendenfest der Gemeinde von Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer einen großen Fresskorb für den nächsten Singe-Abend.

Das hatte sich der frischgebackene Stamm, der derzeit aus rund 50 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen besteht, auch redlich verdient. Denn für eine Pfadfinder-Siedlung, die quasi einem Verein in Gründung gleich zu setzen ist, sind die Anforderungen, um zu einem vollwertigen „Stamm“ erhoben zu werden, hoch: Zunächst müssen in allen Altersklassen der Pfadfinder stabile Gruppen bestehen (also vom Grundschulalter, den Wölflingen, die den Meutenamen „Sioni“ tragen, bis hin zu den „Sturmkrähen“, in denen sich die jungen Erwachsenen ab 18 Jahren zusammenfinden). Das dauerte seine Zeit, weil man bei der Gründung 2006 durch die Binger Pfarrer Carsten Beul und Pfarrerin Janina Glienicke, zunächst mit der jüngsten Altersklasse, den „Wölflingen“ aber Grundschule begann.

„Jetzt sind alle Altersklassen besetzt“, freut sich der Gemeindepädagoge der Christuskirchengemeinde Paul Nicolay, der derzeit der Meutenführer des jüngsten Pfadfindernachwuchses ist, „ein eigenes Stammeslied ist ausgewählt, die Stammesordnung erstellt und auch eine große Veranstaltung haben wir gemeinsam organisiert“.

Wer einmal die Pfadfinder und das, was sie so machen und unternehmen, kennenlernen möchte, der kann dies bei den regelmäßig im Sommer auf dem Rochusberg stattfindenden Schnupperstunden tun. Derzeit ist der Stamm in eine Meute und vier Sippen unterteilt, die sich im Winter (von Dezember bis März) im Pfadfinderheim bzw. dem Gemeindehaus der Christuskirche treffen.

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