Zehn Jahre Hausaufgabenhilfe

Das Team der Hausaufgabenbetreuung: die Mitarbeiter, die Sponsoren und die Lehrer der Grundschule. Foto: fle

Grundschule fördert Sprache / 600 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Dietersheim (fle). "Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern." meint die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin. Nach diesem Motto arbeitet seit zehn Jahren die Hausaufgabenhilfe in der Grundschule Dietersheim. Zum Jubiläum hatte die Grundschule zu einer Feierstunde eingeladen. Die Rektorin, Kerstin Donovitz, konnte hierzu die Vertreter der Kooperationspartner der Diakonie Hessen, der evangelischen Christuskirchengemeinde und der Volkshochschule, die Vertreter weiterer Sponsoren, wie ehrenamtliche Mitarbeiter der Lions-/Rotary-Clubs begrüßen. Besonders freute sie sich, dass neben den aktuellen Mitarbeitern der Hausaufgabenhilfe auch Ehemalige anwesend waren. Sie dankte allen Beteiligten, die dieses Projekt in dieser langen Zeit durch ihre Mitarbeit, aber auch durch Spenden unterstützt haben. Die Pfarrerin der evangelischen Christuskirchengemeinde, Tanja Brinkhaus-Bauer, die die Koordination des Projekts übernommen hat, berichtete von den Anfängen der Hausaufgabenhilfe und dem "Runden Tisch", der die Maßnahme organisatorisch regelte. Pro Jahr werden durchschnittlich 16 Kinder in vier bis sechs Kleingruppen mit jeweils drei, maximal fünf Kindern betreut. 30 bis 50 Prozent der Kinder haben Migrationshintergrund. Die Sprachförderung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Im Team haben 15 Betreuungskräfte in diesen zehn Jahren ehrenamtlich mit einer kleinen Aufwandsentschädigung gewirkt und pro Jahr circa 600 Stunden Hausaufgabenhilfe geleistet. Sie bedankte sich in besonderem Maße bei den Hauptsponsoren, der Diakonie Hessen und dem Lions-/Rotary-Clubs, sowie weiteren Einzelspendern, die mit bisher rund 50.000 Euro dieses Projekt unterstützt haben. Hausaufgabenhilfe sei eine Langstreckenarbeit, die viel Geduld erfordere. Den geförderten Kindern wird ein besserer Start ins Leben bereitet, so die Pfarrerin. Sie kommen am nächsten Schultag nicht ohne Hausaufgaben in den Unterricht, gewinnen Zutrauen, stärken die eigene Lernfähigkeit und haben weniger Stress. Grundschullehrerin Christina Maus,  Koordinatorin der Hausaufgabenhilfe in der Schule, lobte den liebevollen und herzlichen Umgang der Betreuer mit den Kindern. Die Kinder, so die Lehrerin, freuen sich über die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben in der Schule unter Anleitung erledigen zu können. Vier Kinder aus der Grundschule trugen dann in gereimten Worten ein kleines Dankeschön an die Mitarbeiter des Projektes vor.

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