Romy mit Bienenstich

So jung und schon so neugierig: Romy auf der Agility-Wippe. Dyos akzeptiert das Treiben geduldig. Auch wenn die Kleine beim Schwimmen ihren Kopf auf seinen Rücken legt, paddelt Dyos munter weiter. Schließlich ist er der Große und ziemlich soll. Foto: privat

Hundetraining mit Fuß, Platz und Sitz

Hallo, ich bins wieder, Eure Romy. Und stellt Euch vor: Ich hatte einen Stich! Einen Bienenstich. Und das, obwohl mir ausdrücklich verboten wurde, nach Insekten zu schnappen. Zum Glück hat Isabel immer ein Homöopathisches Mittel gegen die blöden Stiche dabei.

Bienenstiche sind nicht das einzige, was neu in Romys Leben gekommen ist. Mit 16 Wochen fing der Zahnwechsel an. In dieser Zeit ist es wichtig, dass die Nahrung und auch die Leckerchen weich und halbfeucht sich. Sonst schmerzt das Fressen. Wichtig ist auch, dass der Hund in diesem Alter noch in und aus dem Auto gehoben wird. Das hat nichts mit verzärteln zu tun, sondern mit den noch weichen Welpenknochen.

Mit 16 Wochen ändert sich also schon einiges. Der Hund schläft nicht mehr so viel und braucht jetzt Programm. Er muss geistig wie körperlich ausgelastet werden, um ausgeglichen zu sein. Natürlich nicht übertreiben. Ein gesundes Mittelmaß ist hier gefragt!

Ø  Das Hundeschultraining wird nun in das Leben integriert. Man nennt es Generalisierung: dies bedeutet, dass Fuß, Sitz, Platz, Hier; Kehrt und Apport… nun überall geübt wird: an Straßen, Biergärten, Baumarkt, im Wald, auf den Feldwegen usw. Aber nur kurze Einheiten von 10 - 15 Min.

Jetzt kann man dem kleinen Hund auch schon Ausflüge zumuten. Romy war schon im Baumarkt – dem mit der großen Kehrmaschine, im Biergarten mit den frechen, hüpfenden Vögeln, die man jagen könnte, wenn da nicht diese lange Leine wäre, sie war schon in fremden Wald- und Wiesengebieten und hat ihr erstes Reh gesehen. Was für ein Leben!

Romy kommt nun in die Junghundphase, das ist das Alter ab 17 Wochen. Die Hundepsychologin Isabel Marschall kommentiert das augenzwinkernd so: „Das Kommen auf Zuruf und Pfiff wird nun wieder schwieriger! Warum? Weil der Junghund Romy anfängt, die Grenzen wieder auszutesten. „Muss das jetzt sein?“ „Muss ich wirklich kommen, oder kann ich nicht doch erst zu diesem Menschen mit Hund rennen?“. Auch die Regeln, nicht auf das Sofa zu klettern oder ins Bad zu kommen, scheinen Romy sowas von überholt. Man wird das doch wohl mal testen dürfen … Der Hund ist jetzt auf eine Größe gewachsen, mit der auch Inspektionen auf Regalen, in denen die Leckerlis gelagert sind, möglich wird.

Junghundbesitzer sind also noch lange nicht am Ende mit der Erziehungsarbeit. Sie wird nur anders.

Weitere Befehle kommen ins Lernprogramm. Platz wird im ersten und zweiten Stepp geübt insgesamt gibt es 5 Stufen!

Ø  Romy ist durch nichts zu erschüttern: Baumaschinen-Lärm, Heißluftballon, Kärcher-Staubsauger = alles cool und interessant. Warum? Wie, sie einen stabilen Grundcharakter hat. Sie ist absolut belastbar aber auch dementsprechend selbstbewusst

Ich weiß auch, was mein Frauchen denkt: Einen jungen Hund zu erziehen ist anstrengend und eine große Herausforderung. Aber hey, sie hat auch echt viel Spaß mit mir und sie kann auch ganz viel über mich lachen. So muss das sein. Euch wünsche ich auch viel Spaß und dass Ihr ordentlich zu lachen habt. In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif!

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